Brasilien

Automobilarbeiter von VW do Brasil besetzen Autobahn

Der vergangene Mittwoch, 13. Dezember, war ein weiterer Tag im Kampf gegen die „Rentenreform“ in Brasilien.

Korrespondenz aus Stuttgart

In São Bernardo do Campo legten 5.000 Kolleginnen und Kollegen von VW die Arbeit nieder, besetzten zwei Zufahrten zur Autobahn „Anchieta“ (ähnlich der B6 bei VW in Hannover) und machten einen Proteststopp, um gegen den geplanten Rentenraub der Regierung zu protestieren. Die Gesetzesvorlage dazu liegt dem nationalen Abgeordnetenhaus zur Abstimmung vor. Öffentlich stimmten die Kollegen dafür, zu streiken, wenn sie im Parlament verabschiedet wird.

Quasi-Abschaffung der Altersvorsorge

Der Präsident der Gewerkschaft CUT, Vagner Freitas, der an dem Protest teilnahm, erklärte, was den Arbeiterinnen und Arbeitern bevorsteht, sei keine „Reform“, sondern die Quasi-Abschaffung der Altersvorsorge. An die Abgeordneten sandte er eine klare Botschaft: ”Wenn sie dem zustimmen, wird es Streik geben!“

Dieses Schicksal wollen wir aber nicht für uns oder unsere Kinder

Sergio Nobre,  Generalsekretär der CUT und Metallarbeiter

“Was die Regierung nach der Änderung der Arbeitsgesetze, der Flexibilisierung und dem Einfrieren der Sozialausgaben des Staates für 20 Jahre nun vorhat, bedeutet die Arbeiter in ein System der Sklaverei einzusperren, dass sie voll den Unternehmern ausgeliefert”, so Wagner Santana, Präsident der CUT. Weiter sagte er: „Dieses Schicksal wollen wir aber nicht für uns oder unsere Kinder ...”

 

In den nächsten Tage werden weitere Aktionen in anderen Teilen des Landes und Betrieben folgen.