Iran

Inhaftierter Gewerkschafter schwebt in Lebensgefahr

Der inhaftierte iranische Gewerkschaftsführer Reza Shahabi befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Korrespondenz aus Hamburg

Viele Aktivisten der Busfahrer-Gewerkschaft, die seit 2005 wieder aktiv ist, sind entweder von der Firma entlassen oder ins Gefängnis geworfen worden.

 

Reza Shahabi, Mitglied des Führungsgremium der Gewerkschaft, wurde im Juni 2010 gefangen genommen. Im Gefängnis wurde er bestialisch gefoltert und  musste deshalb zwei Mal an der Wirbelsäule operiert werden. Nach sechs Jahren ist er aus dem Gefängnis entlassen worden.

 

Aber seine Freiheit währte sehr kurz. Er ist wieder im Gefängnis eingesperrt (Rote Fahne News berichtete im August 2017). Dagegen protestierte er mit einem Hungerstreik, der 50 Tage dauerte. Er hatte weltweite Unterstützung von Hunderten iranischen und internationalen Organisationen erhalten. Das iranische Regime hat eine Bedingung für seine Freiheit gestellt: Nie mehr politisch und gewerkschaftlich aktiv zu werden.

 

Reza Shahabi hat diese Bedingung abgelehnt. Deswegen haben die Henker ihn ohne medizinische Versorgung in seinem Käfig eingesperrt gelassen. Vor einigen Tagen hatte er einen Schlaganfall erlitten. Er hat permanent starke Kopfschmerzen. Seine Nieren sind entzündet und seine Beine haben kein Gefühl mehr. Er muss sofort und bedingungslos frei gelassen werden sowie in ärztliche Behandlung!