Abschottungspolitik

Zahl der Asylanträge in der EU gesunken

Die Zahl der Asylbewerber ist in der EU um die Hälfte gesunken. Von Januar bis September wurden 479.650 erstmalige Anträge registriert. Das sind 50 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2016, wie aus neuen Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat hervorgeht. Der Rückgang geht vor allem auf die verstärkte Abschottung der EU-Länder und zunehmende Einschränkungen des Asylrechts im Zuge der reaktionären EU-Flüchtlingspolitik zurück. Gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die nach Europa fliehen wollen. Viele von ihnen vegetieren unter unmenschlichen Bedingungen entlang der Fluchtrouten dahin oder bezahlen die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer mit dem Leben.