St. Ingbert

St. Ingberter Pflegekräfte stellen Ultimatum

Nach der Onkologie in der Homburger Uniklinik rufen nun auch Pflegekräfte der Intensivstation im Kreiskrankenhaus St. Ingbert nach Unterstützung.

Korrespondenz aus dem Saarland

Die Gewerkschaft ver.di wirft der Klinikleitung mangelnde Gesprächsbereitschaft vor.

Forderungen für Mindestbesetzung

Fünf Pflegekräfte für den Frühdienst und jeweils vier Pflegekräften für den Mittags- und Nachtdienst - das sind die Forderungen für eine Mindestbesetzung der Intensivstation im Kreiskrankenhaus St. Ingbert. „Sollte dieser Personalmindestschlüssel für die Intensivstation im Kreiskrankenhaus St. Ingbert ab dem 15. April 2018 nicht täglich garantiert werden, müssen Betten geschlossen und abgemeldet werden“, so der zuständige Gewerkschaftssekretär Michael Quetting.

Gesundheitsgefährdende Dienstpläne ablehnen

Ansonsten werde von den dort Beschäftigten niemand mehr aus seinem Frei in den Dienst kommen, niemand mehr eine planmäßige Überplanung akzeptieren, niemand mehr Kollegen anrufen, um sie für einen Dienst zu gewinnen. "Gleichzeitig forderten die Beschäftigten ihren Betriebsrat auf, die gesundheitsgefährdenden Dienstpläne abzulehnen", so Quetting.

Ultimatum öffentlich gemacht

Bereits Anfang Dezember hatte sich die Belegschaft an die Klinikleitung gewandt. Dass das Ultimatum jetzt öffentlich wird, begründet die Gewerkschaft damit, dass das Krankenhaus von einer anfänglichen Gesprächsbereitschaft „offensichtlich wieder Abstand genommen“ habe.

 

Bereits im November hatten Pflegekräfte der Krebs-Station der Homburger-Uniklinik ähnliche Forderungen an ihre Klinikleitung gerichtet. Das St. Ingberter Intensiv-Ultimatum ist nach Gewerkschaftsangaben das neunte Ultimatum im Saarland. Das Instrument war in der Vergangenheit in verschiedenen Sozial- und Gesundheitseinrichtungen eingesetzt worden. Bislang sei es immer gelungen, Forderungen durchzusetzen.