Saarbrücken

"Das neue Jahr bringt große Herausforderungen mit sich"

Die 443. Montagsdemo machte deutlich, welch große Herausforderungen das neue Jahr von Anfang an mit sich bringen – und dafür vor allem, wie sehr sie selbst gestärkt werden muss!

Pressemitteilung Montagsdemo

Was da am offenen Mikrofon vorgebracht wurde , löste zum Teil große Empörung über die verschiedensten Angriffe aus. Aber auch Zuversicht, angesichts der Berichte, wie Belegschaften, zum Beispiel im Krankenhaus Sankt Ingbert auf der Intensivstation, selbstbewusst Forderungen und ein Ultimatum dazu an die Krankenhausleitung stellen. Und Nachdenken, wie man es am besten bewerkstelligt, in allem mehr Kraft zu entfalten.

 

„In der Silvesternacht waren Jugendliche und Mitglieder des Jugendverbands REBELL, die mit ihrem selbstgemalten Transparent stolz durch die Straßen von Sankt Wendel zogen, von randalierenden Nazis mit Böllern beworfen, dann mit einem Messer bedroht worden. Ein 17-Jähriger Antifaschist wurde bewusstlos geschlagen. Die von den Antifaschisten herbeigerufene Polizei erklärte inzwischen die Opfer zu Tätern – dagegen muss die Solidarität der saarländischen Bevölkerung geweckt werden. Verbreitet den Vorfall, helft mit, eine breite Öffentlichkeit zu schaffen und der Anzeige gegen die Nazis zum Erfolg zu verhelfen“ - so ein Redner.

 

„Es gilt auch, die Metalltarifrunde mit den heute beginnenden Warnstreiks zur gemeinsamen Sache der Metaller und der Montagsdemonstrierer, der Jugend, Migranten und der Frauenbewegung zu machen“ ... „Und zwar nicht nach dem Ritual wie immer, dass gleich ein Rückzieher vor den Frechheiten von Gesamtmetall gemacht wird – die Gewerkschaften müssen wirklich als Kampforganisationen ausgespielt werden, da gibt’s nichts anderes!“, so der Aufruf eines ehemaligen aktiven Metallers am offenen Mikrofon. „Es fehlen viel zu viele Arbeitsplätze: mehr als 23.000 Menschen sind im Regionalverband unterbeschäftigt oder arbeitslos“, so eine andere Rednerin.