Arbeiterkämpfe

Erfolg der Solidarität mit Armin Kolb gegen Bosch

Der Kollege Armin Kolb hatte gegen eine Abmahnung von Bosch geklagt.

Korrespondenz aus Waiblingen
Erfolg der Solidarität mit Armin Kolb gegen Bosch
Bosch - hier die Konzernzentrale in Stuttgart - muss die Abmahnung von Armin Kolb zurückziehen (foto: gemeinfrei)

Bosch hatte empfindlich getroffen reagiert, als in einem Artikel in der Waiblinger Kreiszeitung im letzten Jahr über geplante Umstrukturierungen und über Arbeitsplatzabbau im Verpackungswerk berichtet wurde. Der Kollege hatte zuvor mit einem Redakteur der Zeitung gesprochen.

 

Zu Beginn der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Stuttgart am 10. Januar schwärmte der Personalleiter von Bosch Packaging (Verpackungswerk) in Waiblingen noch von der heilen Welt bei Bosch. Aber: Die Öffentlichkeit könne nur nach Rücksprache und Genehmigung der Pressestelle von Bosch informiert werden, alles andere verstoße gegen die Betriebsordnung und die arbeitsvertraglichen Pflichten.

Keine konkreten Verstöße von Armin Kolb

Die Arbeitsrichterin wies darauf hin, dass in der Abmahnung keine konkreten Verstöße von Armin Kolb benannt werden – was aber Voraussetzung dafür ist. Nun versuchte es der Anwalt von Bosch mit antikommunistischer Stimmungsmache gegen den Kollegen. Damit wollte er Stärke zeigen und die positive  Gewerkschaftsarbeit von Armin Kolb durch den Kakao ziehen. Er dokumentierte aber vor allem eins: Seine Sorge vor einer wachsenden Radikalisierung der Arbeiter!

Denn Erfolg hatte die Solidarität der Unterstützer im Gerichtssaal

Mit einem Verfahrenstrick (Bosch hatte schon vor dem Gerichtstermin die Abmahnung aus der Personalakte entfernt) wurde verhindert, dass in einem Urteil öffentlich die Meinung des Gerichts über das Verständnis von Demokratie bei Bosch schwarz auf weiß zu lesen war.

 

Der Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Bosch Waiblingen und der Kampf für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung geht in die nächste Runde!