Antifaschismus

Unermüdlich für die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh

Die jährliche Demonstration zum gebotenen Gedenken an Oury Jalloh war dieses Jahr besonders kämpferisch und erreichte eine neue Qualität.

Korrespondenz aus Dessau
Unermüdlich für die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh
Gesehen auf der Gedenkdemo in Dessau (rf-foto)

Oury Jalloh war Freund und Mitstreiter für viele politisch aktive Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt. Entsprechend würdigte ihn die Initiative 'Break the Silence'. Er war aus Sierra Leone nach Deutschland gekommen und verbrannte 2005 in der Dessauer Polizeizelle - fixiert an Händen und Füßen.

 

Die Demonstration selbst war im Zuge verschiedener Ereignisse dieses Jahr besonders politisiert: Aufgrund der Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Halle wenige Wochen zuvor; der dem entgegenstehenden Einschätzung des Oberstaatsanwalt Herr Bittmann, ein Mord sei nicht ausgeschlossen; sowie der Anmeldung einer Demonstration seitens der faschistoiden AfD.

Antifaschistischer Grundkonsens

Der antifaschistische Grundkonsens der Demo unter den weit über 3.000 Demonstrantinnen und Demonstranten drückte sich in zahlreichen Parolen aus. Neben den mehr als berechtigten Rufen 'Oury Jalloh - das war Mord', dem mit fast ebenso großer Entschlossenheit gerufenen 'Blut, Blut, Blut an euren [der Polizei] Händen' wurden auch neue Parolen von Jugendlichen eingestimmt: 'Alle zusammen, gegen Faschismus!'

 

Wir vom Jugendverband REBELL vertrieben einige Broschüren des Internationalistischen Bündnisses gegen Spenden und konnten Freunde von VVN-BDA, Young Struggle und AGIF begrüßen.

Klägliche Demo der AfD

Die demagogische "Gegen-Demonstration" der AfD sah kläglich aus und musste von zahlreichen Polizisten hermetisch abgeriegelt werden. Das Argument es müsse doch eine Trauerveranstaltung sein, statt diesen Tag politisch zu missbrauchen, zog nicht gerade die Massen an.