Bergbau

"Geplante Beerdigungsfeiern der RAG"

Unter dieser Überschrift prangert die Kollegenzeitung Vortrieb - Bergarbeiterzeitung aller Schachtanlagen und weiterer Bergbaubetriebe der RAG - die Beerdigungsfeiern für den Steinkohlebergbau an und stellt klar: Wir haben die Stilllegung nie akzeptiert!

Von Kollegenzeitung "Vortrieb"

2018 ist eine ganze Palette von Beerdigungsfeiern von RAG, Bundesregierung und Landesregierung geplant. Alle, die für die Stilllegung des Steinkohlebergbaus verantwortlich sind, stehen auf der Bühne und machen eine Show, wie schmerzlich das angeblich für sie sei ...

70.000 Euro Feierkosten alleine in Ibbenbüren

Der Kumpel wird wahrscheinlich eine Bratwurst mit Brötchen kriegen. Alleine in Ibbenbüren sind 70.000 Euro Kosten geplant!!! Die ganzen Jahre haben diese Leute uns nicht nach unserer Meinung zu der Stilllegung gefragt, jetzt wollen sie noch schöne Reden halten.

 

  • So Frank Walter Steinmeier, als damaliger SPD-Führungspolitiker für das Steinkohlefinanzierungsgesetz mit verantwortlich.
  • So Hans Werner Müller mit seinem "Börsengang", der das Ende des Steinkohlebergbaus einläutete.
  • So Bernd Tönjes, der sich immer darauf beruft: "die Politik ist schuld". Aber er war es, der Dr. Fischer (damals Leiter Standort- und Geodienste) und Dr. Knöchel (damals Leiter der Rechtsabteilung) den Auftrag gab, den schon so gut wie genehmigten Rahmenbetriebsplan von Ibbenbüren über 2018 hinaus wieder rückgängig zu machen ...

 
Wir haben die Stilllegung nie akzeptiert! Durch unseren Streik und die Blockade des Regierungsviertels wurde Helmut Kohl in die Enge gedrängt und ein Jahr darauf abgewählt ...

Nur organisiert etwas erreichen

Dass wir zehntausende Entlassungen verhindern konnten, aber nicht den Stilllegungsbeschluss. liegt daran, dass wir noch nicht gut genug organisiert waren. Das ist die Lehre aus den letzten 30 Jahren Kämpfen im Bergbau für die Jugend und für die Zukunft ...