Tarifkampf

Großes Interesse an der MLPD beim Warnstreik in Bremen

Zur dritten Verhandlungsrunde in Bremen hatte die IG Metall für den 18. Januar zu sechsstündigen Warnstreiks im gesamten Bezirk Küste aufgerufen.

Korrespondenz aus Bremen
Großes Interesse an der MLPD beim Warnstreik in Bremen
Rund 3.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich an zwei Demonstrationszügen in Bremen (Foto: RF)

Trotz teils stürmischem Schneeregen beteiligten sich ca. 3.000 Kolleginnen und Kollegen an den zwei Demonstrationszügen zum Verhandlungsort, einem Hotel im Bremer Stadtteil Vahr. Jeweils ungefähr 1.500 marschierten um 9 Uhr beim Daimler-Werk und bei Siemens ab.

Empörung über Streikverbotsdrohung

Obwohl die Flugblätter der MLPD reichlich aufgeweicht waren, stießen sie bei vielen Kolleginnen und Kollegen auf großes Interesse. In den Gesprächen beim Verteilen war die Empörung über die dreiste Streikverbotsdrohung durch Gesamtmetall zu spüren und eine Offenheit für grundsätzliche Fragen.

 

Manche sagten zwar: "Der Sozialismus ist doch auch gescheitert", interessierten sich dann aber dafür, welche Lehren die MLPD daraus gezogen hat und wollten weitere Informationen über den Aufbau der revolutionären Arbeiterpartei MLPD.

 

Im Demozug der Daimler-Kolleginnen und -Kollegen gab es Livemusik. Eine Schallmaienkapelle spielte revolutionäre Arbeiterlieder. Auf Transparenten wurde unter anderem die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich gefordert. Viele Kollegen halten das für die richtige Forderung - und nicht eine individuelle Arbeitszeitverkürzung bis auf 28 Stunden - mit nur geringem Anspruch auf Lohnausgleich.

Mindestens 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit zu verkürzen, verbunden mit dem Recht, später wieder in Vollzeit zu gehen, haben - ohne Lohnausgleich allerdings - die Daimler-Beschäftigten per Betriebsvereinbarung schon.

 

Bei der Kundgebung vor dem Hotel kamen nochmals etliche Delegationen dazu, die durch die schlechten Straßenverhältnisse verspätet waren, so dass sich insgesamt mindestens 4.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligten. Noch viel mehr haben heute die Arbeit nieder gelegt, waren aber nicht zur Demonstration mitgekommen.