Stahl

"Keine betriebsbedingte Kündigung"

Im Rahmen der Abstimmung über einen Tarifvertrag, der die Fusion zwischen thyssenkrupp und Tata absegnen soll, haben sich Beschäftigte von tkSE Duisburg Hamborn/Beeckerwerth 1 in der Kollegenzeitung Stahlkocher zu Wort gemeldet.

Aus Kollegenzeitung "Stahlkocher"

"Keine betriebsbedingten Kündigungen", bei dieser Meldung hat manch ein Kollege aufgeatmet: "Da kann mir ja nichts passieren, zumindest bis zur Rente, auch wenn es für die Jugend schlecht ist." Aber ist das so? Viele Kollegen des ehemaligen Thyssen Schienenbetriebs wurden in die Transfergesellschaft abgeschoben und sind heute arbeitslos.

Kündigung, weil für sie der Tarifvertrag nicht gilt

Das ist auch bei Opel so, oder im Bergbau. Wie viele der Kollegen der PEAG sind langjährige Stahlarbeiter und jetzt von Kündigung bedroht, weil für sie der jetzt vorliegende Tarifvertrag zur Fusion nicht gilt?

Es werden weiter Arbeitsplätze abgebaut

Mit der Formulierung "Keine betriebsbedingte Kündigung" soll auch davon abgelenkt werden, dass tatsächlich weiter Arbeitsplätze abgebaut werden, die uns und unserer Jugend fehlen. Gegen die Pläne der Konzernspitze brauchen wir die Solidarität aller, ob kurz vor der Rente oder Auszubildender, ob mit Festvertrag oder Leiharbeiter.