Pläne der RAG

Saarländer wehren sich gegen die Flutung der Bergwerke

Als die RAG ihre Pläne zur Flutung der Bergwerke offenlegte und mit Hunderten Seiten Gutachten als alternativlos hinstellte, war sie sich sicher, ihre Pläne würden aufgehen. Lange Zeit, auch im Wahlkampf, sah es auch so aus, als ob dieses Thema die Bevölkerung an der Saar nicht interessieren würde.

Korrespondenz aus Saarbrücken

Das hat sich in den letzten Wochen geändert. Mit den Koalitionsverhandlungen zu Jamaika und den jetzigen Sondierungsgesprächen für eine erneute Große Koalition ist vielen bewusst geworden, dass der Umweltschutz auf der Strecke zu bleiben droht.

 

An der Saar hat sich in den letzten Wochen eine breite, parteiübergreifende Bewegung gegen die Flutung der Bergwerke gebildet, von Grünen, IGAB (Interessenvereinigung zur Abwehr von Bergschäden) über MLPD bis hin zur CDU - überall wird gegen die Flutung mobil gemacht. Mittlerweile liegen dem Bergamt 4.500 Einsprüche von saarländischen Bürgern vor. 60 Verbände, Behörden und Landkreise haben sich gegen die Flutung positioniert und über die Hälfte der betroffenen Kommunen haben sich bereits gegen die Flutung der Gruben ausgesprochen.

 

War ursprünglich nur von der Gefahr weiterer Erderschütterungen die Rede, ist es jetzt vor allem die Sorge um das Trinkwasser, die den Protest der Menschen herausfordert. Die MLPD Saarbrücken hatte in ihrem Wahlkampf vor allem das Thema Giftmüll unter Tage und die Gefahr der Vergiftung des Trinkwassers zum Thema gemacht.

 

Mittlerweile wird auch die Frage des Giftmülls unter Tage parteiübergreifend diskutiert. Die RAG, so wird gefordert, solle endlich offenlegen, was denn tatsächlich noch unter Tage liegt. Angesichts dieses breiten Protestes kommt auch die saarländische Landesregierung unter Druck. Auch wenn jetzt in dieser Frage durch den breiten Protest der Bevölkerung ein Teilerfolg gegen die Flutung der Bergwerke erreicht wurde, ist es dennoch wichtig, im Protest nicht nachzulassen und wachsam zu bleiben.