Zwickau

Warnstreik bei VW Mosel - MLPD-Delegation behindert

Rund 3.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich an dem Warnstreik gestern, zu dem Teile der Frühschicht und Delegationen der Zulieferer GKN, SAS Crossen, Schnellecke, Radmontage Meerane usw. aufgerufen waren.

Korrespondenz aus Zwickau

Die meisten Reden hatten die hartnäckige Ablehnung der Tarifforderungen durch die Unternehmer zum Hauptthema. Einzelne Kollegen machten am Lautsprecherwagen den Streikbruch 2003 durch den damaligen IG-Metall-Chef Klaus Zwickel gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder zum Thema und baten die warnstreikenden Kollegen um weitere Unterstützung. Sollten die Unternehmerverbände keine Zugeständnisse machen, so stehe ein 24-stündiger Warnstreik an.

Entscheidung über Teilnahmerecht bei VW Sachsen GmbH?

Einer Delegation von Gewerkschaftern und Genossen aus Dresden und Zwickau mit MLPD/ICOR-Fahne wurde der Zutritt zur Kundgebung durch den Werksschutz verweigert. Offenbar hatte die IG Metall stillschweigend die Entscheidung darüber, wer an dem Warnstreik teilnehmen kann, an die VW Sachsen GmbH abgetreten.

 

So wurde die Solidarität und das Anliegen „Für die Arbeitereinheit in Ost und West“ gemeinsam mit den Arbeitern und Angestellten von VW Mosel und der Zulieferbetriebe zu demonstrieren, massiv behindert. Ein Teilnehmer wurde sogar genötigt seine Fotos wieder zu löschen, wogegen wir energisch protestierten.

Flyer zur Werbung für die Stärkung der MLPD verteilt

Am Haupttor und an einem weiteren Tor haben wir ca. 350 Flyer zur Werbung für die Stärkung der MLPD verteilt und bei Schneeregen die Kolleginnen und Kollegen auch auf Spenden angesprochen.


Dabei diskutierten wir auch darüber, dass es nicht reicht, für die längst überfällige Angleichung der Wochenarbeitszeit und des Lohnniveaus in Ost und West zu kämpfen. Gegen die nach wie vor bestehende Massenarbeitslosigkeit braucht es die notwendige bundesweite Arbeitszeitverkürzung auf die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.


Trotz aller Behinderungen gelang es, erfolgreich die Solidarität mit dem Kampf der Kolleginnen und Kollegen zu zeigen und sie zu ermutigen, weiter solidarisch den Kampf um die Arbeitereinheit Ost-West zu führen.