thyssenkrupp

Die Abstimmung an den Urnen beginnt

Nachdem die Online-Abstimmung über den Tarifvertrag zwischen der IG Metall und der thyssenkrupp AG abgeschlossen ist, beginnt heute die Abstimmung an den Urnen, die in den Betrieben aufgestellt werden.

Korrespondenz aus Duisburg

Nachdem die Online-Abstimmung über den Tarifvertrag zwischen der IG Metall und der thyssenkrupp AG abgeschlossen ist, beginnt heute die Abstimmung an den Urnen, die in den Betrieben aufgestellt werden. Eine ganze Reihe von Kollegen hatte die Online-Methode abgelehnt, da ihnen die zu unsicher war, sie die Gefahr der Manipulation sehen. Andere sind daran gescheitert, da sie mit ihrer IG-Metall-Mitgliedsnummer nicht ins Programm kamen. Das war Wasser auf die Mühlen der ablehnenden Kollegen.

Auseinandersetzung um die Abstimmung ist nicht zu Ende

Die Auseinandersetzung um die Abstimmung ist ebenfalls nicht am Ende. Eine deutlich größere Zahl von Kollegen lehnt den Tarifvertrag allerdings eindeutig ab. Mit den unterschiedlichsten Gründen. Das fängt an mit einem tiefen Misstrauen in die IG Metall- und Betriebsrats-Führung verbunden mit Argumenten wie „es bleibt doch die Möglichkeit, einzelne Anlagen oder Bereiche zu schließen. Die Zahl ist doch nirgends begrenzt!“ oder „Standorte wurden bereits in der Vergangenheit gesichert – nur arbeiten tut da keiner mehr!“

 

Als weiteres Element kommt hinzu, „Wir können uns doch nicht verbiegen lassen! Mit 'NEIN' bringen wir unsere Meinung zum Ausdruck!“ und „Erpressen lass ich mich nicht!“ Gleichzeitig schränken von diesen Kollegen einige ihre Aussage mit „Aber bringen wird es trotzdem nichts“ wieder ein.

Kurdische Kollegen waren emotional sehr aufgewühlt

Etwas ganz anderes tut sich in den letzten Tagen noch bei kurdischen Kollegen. Der völkerrechtswidrige Überfall des faschistischen Erdogan-Regimes der Türkei hat sie zum Protest auf die Straße getrieben. Sie waren von der Unterstützung dieser Demonstrationen durch die MLPD emotional sehr aufgewühlt, einige umarmten uns am Tor.