Göppingen

„Hände weg von Efrîn“

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten am Montagabend dem kurzfristigen Aufruf des Göppinger Solidaritätsbündnisses für Nordsyrien/Rojava zu einer Protestkundgebung "Hände weg von Efrîn" gegen die Aggression der Türkei.

Korrespondenz aus Göppingen / ffz
„Hände weg von Efrîn“
Die türkische Luftwaffe bombardiert Efrîn (foto: ANF)

Die Solidarität mit dem Kampf für Freiheit und Demokratie in Nordsyrien wurde von allen Rednerinnen und Rednern bekräftigt.

Protest gegen die Unterstützung des faschistischen Erdogan-Regimes durch die Bundesregierung

Angeprangert wurde die Unterstützung der Bundesregierung für das faschistische Erdogan-Regime - vor allem durch Waffenexporte. Die MLPD, die im Solidaritätsbündnis mitarbeitet, verurteilte die Verfolgung und Kriminalisierung kurdischer und revolutionärer Organisationen durch die Bundesregierung und forderte auf, sich konsequent gegen jede imperialistische Einmischung zu wenden.

 

Das Göppinger Solidaritätsbündnis für Nordsyrien feierte erst am Samstag davor ein Fest zum dritten Jahrestag der Befreiung von Kobanê mit vielen Künstlern und einem leckeren Büffet. Ab sofort will das Bündnis jeden Montag um 18 Uhr auf dem Marktplatz gegen die Invasion des türkischen Militärs in Rojava und Efrîn protestieren.

Türkische Invasoren gehen gezielt gegen Zivilisten vor

Aktuell häufen sich die Berichte, dass die türkischen Invasoren nicht, wie die türkischen Staatsmedien als Fake News berichten, als „Befreier gefeiert“ werden. Im Gegenteil richten sich ihre Aktivitäten – genauso wie die ihrer faschistischen Milizen und der beteiligten Einheiten der so genannten „Freien Syrischen Armee“ - gezielt gegen zivile Einrichtungen. Die türkische Luftwaffe hat heute mehrfach zivile Wohnhäuser bombardiert. Unter anderem wurde ein Rettungswagen im Einsatz beschossen.

 

Die SDF (Demokratischen Kräfte Syriens) mit den Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) als Kern, schützen die Zivilisten im betroffenen Gebiet, so gut sie können. Unter anderem vertreiben sie türkische Einheiten, die die verlassenen Wohnhäuser plündern. Unterdessen gehen die türkischen Angriffe weiter.