Tarifrunde

Jugendverband REBELL: „Jung und Alt gemeinsam kämpfen!“

"Die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ist in vollem Gange." So beginnt ein Flugblatt des Jugendverbands REBELL, das er zur Tarifrunde 2018 unter den Forderungen „Unbefristete Übernahme aller Azubis und Jungfacharbeiter entsprechend der Ausbildung! Unbefristete Übernahme aller Leiharbeiter!“ veröffentlicht hat.

Von REBELL
Jugendverband REBELL: „Jung und Alt gemeinsam kämpfen!“
Azubis und Jungfacharbeiter kämpfen für ihre Zukunft (foto: Jugendverband REBELL)

Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Lohn und ein Recht auf individuelle Verkürzung der Arbeitszeit auf 28 Stunden pro Woche mit teilweisem Lohnausgleich. Im Osten fordern die Belegschaften völlig berechtigt die Angleichung auf 35 Stunden pro Woche. Diese Spaltung muss nach 27 Jahren deutscher Einheit ein Ende haben! Über 200.000 Metaller begannen die ersten Warnstreiks kämpferisch. Allein in NRW legten die Kollegen in bisher 143 Betrieben die Arbeit nieder. Azubis sind vorne dabei. Zusammen mit den Kollegen für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen zu kämpfen, gehört genauso zur Ausbildung wie der Grundlehrgang Feilen!

Forderung: 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auf Kosten der Profite!

Der Unternehmeverband Gesamtmetall machte das lächerliche „Angebot“ von 200 Euro Einmalzahlung und 2 Prozent für zwölf Monate. Nach ihrer Logik sind unsere Forderungen „maßlos“, während sie sich wie selbstverständlich an unserer Arbeit bereichern. Von Arbeitszeitverkürzung wollen sie gar nichts wissen. Angesichts der drohenden Arbeitsplatzvernichtung und dem Umbau der Autoindustrie mit der Elektromobilität ist es für uns dagegen an der Zeit, eine generelle Arbeitszeitverkürzung zu fordern. 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auf Kosten der Profite! ...

Egal ob gegen Abschiebungen wie hier oder in der Tarifrunde - der  Jugendverband REBELL ist vorne mit dran (rf-foto)
Egal ob gegen Abschiebungen wie hier oder in der Tarifrunde - der Jugendverband REBELL ist vorne mit dran (rf-foto)

In Kürze

  • Der REBELL fordert: 10 Prozent Ausbildungsquote in der Großindustrie!
  • Unbefristete Übernahme aller Azubis, Jungfacharbeiter und Leiharbeiter!
  • Jeder rebellische Jugendliche, der für die Übernahme kämpfen will, ist genau richtig im REBELL.

 

Der REBELL fordert: 10 Prozent Ausbildungsquote in der Großindustrie! Unbefristete Übernahme aller Azubis, Jungfacharbeiter und Leiharbeiter! Diese Forderungen müssen wir auch in die Warnstreiks einbringen. Malt dazu Transparente und Schilder, beteiligt euch mit der ganzen Ausbildungsgruppe an den Warnstreiks, Demos und Protesten und bereitet kämpferische Redebeiträge vor. Jeder rebellische Jugendliche, der für die Übernahme kämpfen will, ist genau richtig im REBELL.

Die Ausbeutung bleibt im Kapitalismus

Der REBELL ist der Jugendverband der MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands). Hier gehören Schüler, Azubis, junge Arbeiter, Studenten und Flüchtlinge zusammen: Gemeinsam sind wir stark! Wir kämpfen gemeinsam für Verbesserungen und halten fest zusammen. Wir denken aber auch darüber hinaus. Denn egal ob mit fünf oder zehn Prozent mehr Lohn: Die Ausbeutung bleibt im Kapitalismus Gesetz. Dabei wäre die Menschheit längst in der Lage, allen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen - in Einheit mit der Natur.

 

Das lässt sich aber nicht durch ein paar Reformen sondern nur durch eine Revolution verwirklichen, die die Macht der großen Konzerne stürzt. Im echten Sozialismus gilt nicht mehr das Profitprinzip, sondern es wird nach den Bedürfnissen der Menschheit produziert. In der Tarifrunde brauchen wir starke Gewerkschaften. Damit unser Kampf eine Perspektive bekommt, wir uns von Ausbeutung und Unterdrückung befreien können, brauchen wir starke revolutionäre Organisationen. Mach mit!