Oberhausen

US-Konzern Ingersoll Rand will Werk schließen

Auf dem Werksgelände von MAN in Oberhausen werden in dem an Ingersoll Rand verkauften ehemaligen Betriebsteil, nun "GHH Rand", Kompressoren für Druckluftanlagen und Silo-LKW gefertigt.

Korrespondenz aus Oberhausen

Nach dem erfolgreichen Warnstreik der IG Metall gestern, an dem sich zahlreiche Kolleginnen und Kollegen von GHH Rand beteilgt haben, rief das US-Management um 14 Uhr alle zu einer Belegschaftsinformation zusammen.

 

Den völlig überraschten Kollegen wurde eröffnet, dass bis Ende 2018 ein Teil des Werkes, bis Ende 2019 der ganze Standort mit 400 Beschäftigten geschlossen werden soll. Die Produktion brummt, es wird zum Teil auch am Wochenende in drei Schichten gearbeitet.

 

Ob die Gründe darin zu suchen sind, dass der Konzern mit einer Verlagerung der Fertigung in die USA nach der Steuererleichterung durch die US-Administration von Trump wenig Steuern zahlen muss, oder ob die bestehenden Fertigungsstätten in China und der Türkei ausgebaut werden, muss man noch herausfinden.

 

Als die Nachricht heute auch im benachbarten Werk von MAN Diesel&Turbo einschlug, war die Empörung groß. Es gibt viele enge Verbindungen zwischen den Belegschaften, waren wir ja früher mal ein Betrieb. Eine gute Grundlage für einen gemeinsamen Kampf um jeden Arbeitsplatz.