Tarifkampf

Warnstreik bei BMW München mit hoher Beteiligung

Am Warnstreik bei BMW war die Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen höher als in den vergangenen Jahren.

Korrespondenz aus München

Ein eindrucksvoller Demonstrationszug kam aus dem Werkstor, fast alle Kolleginnen und Kollegen der Frühschicht gingen mit raus. Die IG Metall meldete über 4.000 beim Warnstreik. Auch dieses Mal waren viele junge Kolleginnen und Kollegen sowie Azubis dabei.

"Wir haben es uns verdient"

Ein Plakat beim Warnstreik

Die kämpferische Stimmung zeigte sich in vielen Schildern wie „Wir habe es uns verdient“. Die Kolleginnen und Kollegen, mit denen wir sprachen, sind streikbereit, auch wenn einige hoffen, dass es „nicht so weit kommt“. Etliche Kolleginnen und Kollegen trugen Schilder „Für alle 30 pro Woche + voller Lohn.“ Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung für alle traf breite Zustimmung, ebenso die bezüglich der Angleichung der Tarife in Ost und West. Kolleginnen und Kollegen berichteten von steigender Arbeitshetze; die Forderung dagegen ist ihnen besonders wichtig.

Eine ganze Reihe von Gesprächen

Dass wir von der MLPD das Faltblatt zur Stärkung der MLPD verteilten, wunderte eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen. Es gab aber eine ganze Reihe von Gesprächen. „Wir haben schon zu viel Politik, wir konzentrieren uns auf die Tarifrunde“, war eine Meinung, auch: „Eine Arbeiterpartei ändert auch nichts“. Die meisten Angesprochenen waren bereit, darüber und über den Sozialismus als Alternative zur kapitalistischen Ausbeutung freundschaftlich zu diskutieren.

 

Gerade junge Kolleginnen und Kollegen waren aufgeschlossen – vor einem Kontakt zur Zusammenarbeit wollten auch Interessierte aber erst noch Bedenkzeit. Ein paar kauften das Rote Fahne Magazin. Da müssen wir bei Einsätzen am Tor nachhaken.

 

Die Ankündigung eines 24-Stunden-Streiks, bei dem „kein Auto rausgeht“, bekam viel Beifall – die Reformisten wollen aber vorher eine Einigung mit Gesamtmetall.