24-Stunden-Streiks

„Das tut Ford schon weh - Heute entscheiden wir mal"

Ab der Frühschicht am 1. Februar bis zur Frühschicht am nächsten Tag lag die Produktion bei Ford in Köln still.

Korrespondenz aus Köln
„Das tut Ford schon weh - Heute entscheiden wir mal"
Am Streikzelt bei Ford in Köln (rf-foto)

Für einen Großteil der Belegschaft von Ford war es der erste Streik, den sie erleben. der über kurze Warnstreikaktionen hinausging. Die letzten Streiks bei Ford waren in den 1980er Jahren. Die Kolleginnen und Kollegen waren sichtlich stolz darüber, endlich mal „richtig“ zu streiken. Sie haben mit Ford viele Rechnungen offen. Ein Streikposten hofft, dass mit dem Streik noch nachgelegt wird – er war stolz, dass das ganze Werk steht.

 

Besonders die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung war ihm wichtig, als Einstieg für die 30-Stunden-Woche. Er verstand das auch als Beitrag gegen die Arbeitslosigkeit.

MLPD bekundete ihre Solidarität


An zwei Toren bekundete die MLPD ihre Solidarität mit dem Streik. Kollegen nutzten die Gelegenheit, mit Genossinnen und Genossen grundsätzliche politische Fragen zu diskutieren.

Viel Initiative und tolle Ideen

Einige hatten sich selbst etwas überlegt: an der Y-Halle wurde mit türkischer Trommel und Flöte Halay getanzt, ein italienischer Kollege sang Bella Ciao und Adriano Celentano-Lieder, Kollegen der Band „Gehörwäsche“ sangen Arbeiterlieder. Eine Reihe von Kollegen nutzte des Mikrophon für kurze Redebeiträge. Der Jugendverband REBELL hatte wunderschöne große Pappen mit dem Artikel aus dem Express zur Unterschriftensammlung für die Übernahme der Kollegin Katrin Papke, den Solidaritätserklärungen von Daimler-Kollegen und den ROTFÜCHSEN  gemacht. Ein Streik bei Ford ist ein politisches Signal der Arbeiter!