Sindelfingen

Automobiler sagen Nein zu Faschisten und Neonazis

Der Verein Freunde der internationalen Automobilarbeiterkonferenz Sindelfingen e.V., dessen Mitglieder fast alle Beschäftigte bei Daimler Sindelfingen und Funktionsträger der IG Metall sind, wendet sich entschieden gegen das Treiben der faschistischen Gruppe „Zentrum" im Daimler-Werk Untertürkheim und im Betriebsrat.

Freunde der internationalen Automobilarbeiterkonferenz Sindelfingen e.V.

In einer Pressemitteilung schreibt der Verein:

 

"Wir, Beschäftigte im Werk Sindelfingen und langjährige IG Metaller, zum großen Teil mit Mandat, erklären unseren Abscheu und unseren entschlossenen Willen, allen neonazistischen, fremdenfeindlichen und antigewerkschaftlichen Kräften den Kampf anzusagen.

 

Wir sagen NEIN zu diesen Kräften, denn unsere Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung lehrt uns, Faschismus und Neonazis sind die Kräfte des Großkapitals gegen alle demokratischen freiheitlichen Kräfte und die Arbeiterbewegung. Sie brachten uns Krieg und Verderben in der Geschichte.

 

Was will das Zentrum? Den erklärten Kampf gegen alle linken Kräfte, gegen die Einheitsgewerkschaft IG Metall und gegen unsere ausländischen Kolleginnen und Kollegen. Arbeitsplätze nur für "Patrioten". Außerdem uneingeschränkt für den Diesel-Motor, obwohl neben den bewiesenen kriminellen Machenschaften des VW-Konzerns an der Spitze jetzt Menschen- und Tierversuche bekannt wurden ...

 

Das Zentrum greift scheinheilig das Co-Management einiger Betriebsrats- und Gewerkschaftsfunktionäre an, fordert aber unverhohlen die Zerschlagung unserer Gewerkschaft. Das ist ganz im Sinne des Monopolkapitals.



Wir dagegen, Daimler-Beschäftigte, IG Metaller, sagen: Wir brauchen eine starke kämpferische IG Metall, in der alle antifaschistischen, demokratischen, ausländischen und deutschen Kollegen, junge und alte ihren Platz haben. Eine IG Metall, in der es keine Unvereinbarkeitsbeschlüsse geben kann und eine IG Metall, die internationale Solidarität und den Zusammenhalt aller Automobiler fördert.

 

Gerade die aktuelle Tarifrunde zeigt doch die Entschlossenheit, dass wir gemeinsam und solidarisch bei den Streiks für unsere Interessen einstehen.

 

  • Nein zu den Neonazis in Betrieb und Gesellschaft, Verbot und Auflösung aller neonazistischen/faschistischen Parteien und Gruppierungen/Vereinen!
  • Ja zur Solidarität aller Automobiler in der Welt und zu starken kämpferischen Gewerkschaften!"