ICOR

„Stoppt den faschistischen Angriffskrieg auf Rojava/ Nordsyrien!“

„Efrîn wird leben!“, so ist die aktuelle Resolution der revolutionären Weltorganisation Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) überschrieben, die aktuell veröffentlicht wurde.

Von ICOR
„Stoppt den faschistischen Angriffskrieg auf Rojava/ Nordsyrien!“
Kämpferinnen und Kämpfer der SDF an der Front in Efrîn (foto: ANF)

Weltweit reißen die Proteste gegen den Einmarsch der Armee des faschistischen türkischen Erdogan-Regimes in Efrin nicht ab. Fast 50.000 demonstrierten am 27. Januar in Köln dagegen. Am vergangenen Montag fand in Gelsenkirchen eine aufsehenerweckende ruhrgebietsweite Aktion der Montagsdemonstrationen mit vielen weiteren Bündnispartnern und rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

 

Während die deutsche Regierung Erdogan Rückendeckung gibt und seinen Krieg unter anderem mit Leopard-II-Panzern unterstützt, wächst darüber gerade unter friedliebenden und internationalistisch denkenden Menschen die Empörung. In deser Situation ist es von großer Bedeutung, dass die revolutionäre Weltorganisation ICOR dazu mit der folgenden Erklärung, die bis gestern von 27 Mitgliedsorganisationen unterzeichnet wurde, eine klare Orientierung gibt:

 

Am 20. Januar 2018 eröffnete das faschistische Erdogan-Regime eine neue Kriegsfront gegen zahlreiche Orte in Efrîn/Rojava-Nordsyrien. Damit ist ein neuer Kriegsherd mit weltweiter Ausstrahlung entstanden.

In Efrîn brennt es nach türkischen Beschuss (foto: ANF)
In Efrîn brennt es nach türkischen Beschuss (foto: ANF)

In Kürze

  • Die ICOR bestätigt Unterstützung der kurdischen Befreiungsbewegung, und den Solidaritätspakt mit dem kurdischen Befreiungskampf
  • Kurdische Nation wird von sich als "Freunden" ausgebenden Imperialisten bekämpft
  • ICOR: "Kein Befreiungskampf darf allein und isoliert stehen!"

Die Schlussresolution der 3. ICOR-Weltkonferenz bekräftigte:

„Wir unterstützen die kurdische Befreiungsbewegung gegen die Bestrebungen des Imperialismus, die Richtung der Revolution in Rojava zu beeinflussen, und werden den Solidaritätspakt zwischen ICOR und dem kurdischen Befreiungskampf weiter mit Leben erfüllen.“

 

Die SDF (Syrian Democratic Forces, in denen die kurdischen Kräfte die führende Rolle spielen) hatte dem reaktionär-fundamentalistischen, faschistischen IS („Islamischer Staat“) in Kobane und Raqqa heftige Schläge versetzt. Nun entfalten sich die zwischenimperialistischen Widersprüche um die Aufteilung der Einflussgebiete. Die USA, EU, Israel, Russland und auch Türkei, Iran und Saudi-Arabien streiten um die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten.

Ziel der Türkei: Ein 30 Kilometer breiter Grenzkorridor durch Rojava

Ziel der Türkei ist, durch Rojava einen 30 Kilometer breiten Grenzkorridor zu ziehen. Damit wären alle dortigen Großstädte unter ihrer Kontrolle. Die US Imperialisten ließen vorab verlautbaren, sie seien in Afrin „nicht anwesend“. Hinter der Türkei steht das NATO-Bündnis. Den Angriff hat aber auch Russland als Schutzmacht des Assad-Regimes ermöglicht, indem es seine Militärmacht 17 km von der türkischen Grenze zurückgezogen hat. Dieser Angriff, der Versuch der Besetzung Afrins und Massaker an der Bevölkerung wird vom faschistischen türkischen Staat zynisch als “Operation Olivenzweig” bezeichnet. Er arbeitet dazu mit Milizen der FSA („Freie Syrische Armee“), die vor allem von der Türkei und auch der westlichen Allianz bewaffnet wird) zusammen.

 

Dieser Angriff ist gleichzeitig ein Angriff auf die internationale Arbeiterklasse und alle Unterdrückten! Weltweit steht Rojava für den erfolgreichen Kampf gegen den IS, für Demokratie und Freiheit, Frauenrechte, Umweltschutz, die Respektierung aller Ethnien und Religionen. Eine Unterstützung des Kampfs gegen die türkische Invasion leistet auch die arabische und turkmenische Bevölkerung. Die kurdische Nation wird, wie schon so oft in der Geschichte, von sich als „Freunden“ ausgebenden Imperialisten bekämpft. Die Grenze der „Freundschaft“ der Imperialisten wird immer durch ihre eigenen Interessen bestimmt. Verbündete des Kampfes für Freiheit, Demokratie und Sozialismus sind dagegen die einfachen Menschen, die internationale Arbeiterbewegung und die Völker der Welt.

 

Die ICOR hat sich mit der 3. Weltkonferenz auf unerwartete Erschütterungen und einen Aufschwung von Kämpfen eingestellt. Vorausschauend sah sie die Stärkung des kurdischen Kampfes sowie das neue Aufflammen des Kampfes um Freiheit und Demokratie in der Region mit den Massenprotesten im Iran und der landesweiten Rebellion in Tunesien, den Kämpfen in Palästina.

Der Solidaritätspakt der ICOR mit dem kurdischen Befreiungskampf von 2014 gewinnt an Einfluss und Bedeutung

Der Solidaritätspakt der ICOR mit dem kurdischen Befreiungskampf von 2014 gewinnt an Einfluss und Bedeutung. Das Prinzip der ICOR ist: Kein Befreiungskampf darf allein und isoliert stehen! Die weltweite Kooperation und Koordination der Kämpfe für Frieden, Freiheit, Sozialismus zur Vorbereitung der internationalen sozialistischen Revolution ist das Gebot der Stunde. Jeder fortschrittliche Kampf muss Teil des weltweiten antiimperialistischen Kampfs und des Aufbaus einer antiimperialistischen Einheitsfront werden. Dazu hat die ICOR einen Prozess der Bewusstseinsbildung unter der Arbeiterklasse und den breiten Massen über den Charakter des Imperialismus und seine neuen Entwicklungen beschlossen.

 

Deswegen: Organisiert und unterstützt weltweite Proteste und Solidaritätsaktionen!

Hände weg von Afrin! Türkei raus aus Rojava! Alle Imperialisten raus aus Syrien!

Schluss mit Waffenlieferungen und militärischer Unterstützung der Türkei!

Schluss mit der politischen Verfolgung demokratischer und revolutionärer kurdischer und türkischer Aktivitäten im Auftrag der Erdogan-Diktatur!

Es lebe der proletarische Internationalismus!

Für Frieden, Freiheit, Sozialismus! Vorwärts mit der ICOR!

Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt Euch!

 

Hier gibt es die Resolution mit allen 27 unterzeichnenden ICOR-Mitgliedsorganisationen als pdf-Datei!