Efrîn-Solidarität

Türkisches Militär tötet Zivilisten

Das Militär des faschistischen türkischen Regimes von Recep Tayyip Erdogan begeht seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien offenbar vorsätzlich Morde und Massaker an Zivilisten in Efrîn.

ffz / Korrespondenz
Türkisches Militär tötet Zivilisten
Dieser neunjährige Junge, der bei einem Artillerieangriff der türkischen Truppen auf Efrîn verletzt wurde, ist seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen (foto: ANF)

So beschießen und bombardieren türkische Truppen und die mit ihnen verbündeten faschistischen Milizen nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur ANF seit Tagen Dörfer und zivile Ziele im Kanton der Demokratischen Föderation Nordsyrien (Rojava).

Kampfhubschrauber, Kampfflugzeuge und Drohnen im Einsatz

Dabei setzen sie Kampfhubschrauber, Kampfflugzeuge und Drohnen ein. Diese haben in der Nacht vom vergangenen Sonntag das Dorf Gubelê geradezu ausradiert. Dabei wurden acht Zivilistinnen und Zivilisten verletzt. Außerdem setzt das türkische Militär Streubomben ein, wie - laut Angaben der Agentur ANHA – im Bezirk Cindiresê.

 

Es wird immer deutlicher, dass Erdogans Behauptung, er würde die Menschen in Efrin „befreien“, nichts anderes ist als Propaganda. Es sind die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) mit den Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ), die die Menschen unter Einsatz ihres Lebens vor den türkischen Okkupanten beschützen und bisher verhindern, dass das türkische Militär am Boden weiter in Efrîn vordringt.

Solidarität geht weiter

Die Solidarität mit diesem mutigen Kampf ging auch in den letzten Tagen weiter. So wird aus Friedrichshafen berichtet: „Am Freitag, 26. Januar, fand in Friedrichshafen – wie am Mittwoch und Donnerstag auch - eine Kundgebung gegen den Angriffskrieg der Türkei und des Erdogan-Regimes gegen die Region Efrîn statt. Etwa 120 Menschen beteiligten sich daran. Die MLPD verteilte die Erklärung des Zentralkomitees 'Stoppt den faschistischen Angriffskrieg der Türkei gegen Efrîn und die Demokratische Föderation Nordsyrien/Rojava'.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen sich nicht provozieren

Am Anfang wurden Sprechchöre gerufen, wie 'Erdogan raus aus Kurdistan', 'Keine Waffenlieferungen an das faschistische Erdogan-Regime', 'Sofortige Einstellung der Aggression gegen Efrîn' oder auch 'Erdogan - Terrorist'. Viele Kundgebungsteilnehmer trugen entsprechende Plakate. Es gab Redebeiträge am Mikrofon, die den faschistischen Überfall auf die Region scharf verurteilten, darunter auch einen von der MPLD. Immer wieder gab es auch Versuche, durch Provokationen die Kundgebung zu stören. Die Teilnehmer ließen sich jedoch nicht provozieren und führten die Kundgebung erfolgreich zu Ende.“