Tarifrunde

Warnstreiks bei BMW – IG Metall-Bevollmächtigter droht MLPD mit Gewalt

In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar begann um Mitternacht der 24-Stunden-Warnstreik bei BMW in München.

Korrespondenz aus München
Warnstreiks bei BMW – IG Metall-Bevollmächtigter droht MLPD mit Gewalt
Gute Stimmung bei der Torblockade in München (rf-foto)

Ein Korrespondet berichtet: "Es sind alle Tore im Stammwerk von BMW dicht. An den Toren stehen Streikposten. Zur Kundgebung der IG Metall kamen Kolleginnen und Kollegen aus etlichen anderen Betrieben und bekundeten ihre Solidarität. Die Kollegen zeigten ihren Stolz auf diesen Streik. Die Redner von IG Metall und Betriebsrat orientierten auf einen Abschluss am Wochenende. Falls nicht, sollen die 24-Stunden-Streiks fortgesetzt werden, nächste Woche bei MTU.

Intensive Diskussionen über 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich

IG Metall-Kollegen vertrieben Buttons und Aufkleber zur 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Einer berichtete, dass erst nach intensiven Diskussionen Kollegen Aufkleber nahmen.

 

Wenn du die Fahne nicht zusammenpackst, hauen wir dich weg

Horst Lischka IG-Metall-Bevollmächtigter München zu einem MLPD-Genossen

 

Viele Kollegen nahmen „Tarifrunde aktuell Nr.4“ der MLPD. Der IG Metall-Bevollmächtigte Horst Lischka drohte einem Genossen mit MLPD-Fahne: „Es nervt schon, wenn ihr Flugblätter verteilt, aber wenn du die Fahne nicht zusammenpackst, hauen wir dich weg“. Das ist gänzlich unakzeptabel! Die MLPD und der Sozialismus gehören untrennbar zur Gewerkschaftsbewegung. Die Fahne wurde bis zum Ende der Kundgebung getragen.

 

Längere Diskussionen gab es am Schluss der Kundgebung. Hier traf die 30-Stunden-Wwoche bei vollem Lohnausgleich auf Zustimmung, die Arbeit wird ständig verdichtet. Mehrere Kollegen kritisierten, dass der Arbeiter im Betrieb als Mensch nichts zählt. Zum Teil hofften Kollegen auf einen Abschluss, andere kritisierten dass die IG Metall bisher die Forderung nie durchgesetzt hat, das müsse endlich anders werden. Kollegen kritisierten, dass nur wenige BMW-Kollegen der Frühschicht am Tor waren und die IG Metall nicht klar geregelt hat, dass die Kollegen ihr Streikgeld am Tor abholen müssen. Einzelne Kollegen kauften sich die neueste Ausgabe des Rote Fahne Magazins.