Bremen

Gedenken an die Niederschlagung der Bremer Räterepublik

Beim 99. Gedenken an die Niederschlagung der Bremer Räterepublik versammelten sich über 100 Bremer Genossen. Von der DKP, der Linkspartei, der MLPD und der VVN wurden Kränze niedergelegt. Auch gewerkschaftliche und Parteifahnen wurden getragen.

Korrespondenz
Gedenken an die Niederschlagung der Bremer Räterepublik
Beim Gedenken an die Niederschlagung der Bremer Räterepublik (rf-foto)

Ein Chor und ein Orchester spielten revolutionäre Lieder. Jedes Jahr wird dieses Treffen von einer überparteilichen Initiative vorbereitet und reihum hält ein anderer die Hauptansprache. Dieses Jahr war das Achim Bigus (DKP). Er ist Vertrauenskörperleiter bei VW Osnabrück. Er stellte den Januarstreik 1918 in Deutschland in den Mittelpunkt, als wichtigen Ausgangspunkt für die Novemberrevolution.

 

Die Wut über die schlechte Ernährungslage und den Krieg hatte immer mehr Menschen gegen die Herrschenden aufgebracht. Trotz der ungünstigen Jahreszeit für Kämpfe, unmittelbar nach Weihnachten, brach sich die Aktivität unter den Arbeitern und den gewerkschaftlichen Obleuten Bahn und es kam zum Streik im Januar 1918. Den Ultrarechten und den Herrschenden gelang es nicht so einfach, den Lebenswillen und den Kriegsunmut wieder unter Kontrolle  zu bekommen.

 

Die Novemberrevolution und die Bremer Räterepublik waren weitere Schritte. Sie reichten aber nicht, den Kapitalismus/Imperialismus hinwegzufegen. Dazu hätte die Revolution auf ganz Deutschland ausgedehnt werden müssen, was wegen einer fehlenden Kommunistischen Partei nicht gelang.

 

Bigus ging auch auf die derzeitigen Streiks in der Metallindustrie ein. Dass diese natürlich noch keinen revolutionären Charakter haben, aber in jedem Streik ein Stück weit die Machtfrage gestellt wird und das Selbstbewusstsein der Arbeiter sich entwickelt.

 

Heute stehen mit dem Angriff der türkischen Faschisten und Neuimperialisten auf Efrîn und der Rückendeckung durch Russland und die USA und der Ausweitung der Pläne zur Neuaufteilung der Welt neue Angriffe auf die Internationale Arbeiterbewegung an.

 

Das gut besuchte Gedenken an die Kämpfer vor 99 Jahren will Mut machen, den Kampf fortzusetzen.