Stahl

Mehrheit stimmt dem Tarifvertrag zur Fusion von tkSE und tata zu

Heute wurde die Abstimmung der IG-Metall Mitglieder über den von der IGM mit ThyssenKrupp ausgehandelten Tarifvertrag ausgezählt.

Alle Gewerkschaftsmitglieder an den deutschen ThyssenKrupp Steel Europe Standorten konnten sich online oder per Stimmzettel entscheiden. Im Zentrum des Tarifvertrags steht die Begleitung der Fusion von tkSE und dem indischen Monopol Tata.

 

Insgesamt beteiligten sich 71,3% der Mitglieder an der Abstimmung, 92,2%  davon stimmten für den Tarifvertrag. Die Ergebnisse der Abstimmung an den einzelnen Standorten sind unterschiedlich. In Duisburg Hamborn-Beeckerwerth beteiligten sich 61,5%. Davon 86,7% Ja-Stimmen, 13,2% Nein-Stimmen. Insgesamt sind die Nein-Stimmen in den Duisburger Standorten am höchsten. Jeder dritte bis vierte blieb der Abstimmung fern - sie wollten offenbar nicht für den Vertrag, aber auch nicht dagegen stimmen.

 
Mitglieder der MLPD hatten empfohlen, diesem Vertrag nicht zuzustimmen. Solche Verträge dienen als Beruhigungspille, um den Kampf um jeden Arbeitsplatz zu unterlaufen. Er sichert keineswegs alle Standorte und läßt Spielraum zur Vernichtung von Arbeitsplätzen, die der Jugend fehlen. Außerdem ist er ein Spaltungsinstrument gegen die niederländischen, walisischen und indischen Stahlarbeiter.

 

Damit geht der Kampf um jeden Arbeitsplatz in eine neue Runde. Rote Fahne News wird morgen ausführlicher berichten.