Solidarität mit Efrîn

Montagsdemonstrationen in Solidarität mit Efrîn

Seit Tagen sind überall in Deutschland Menschen in Solidarität mit Efrîn auf der Straße. Auch die gestrigen Montagsdemonstrationen standen im Zeichen der Solidarität mit dem Kampf der kurdischen und arabischen Kräfte in Efrîn gegen den Überfall der faschistischen Türkei. Zahlreiche Korrespondenzen erreichten Rote Fahne News.

Korrespondenzen / ffz
Montagsdemonstrationen in Solidarität mit Efrîn
Die jüngsten Teilnehmerinnen der kämpferischen Gelsenkirchener Montagsdemo (rf-foto)

„Zur heutigen Montagsdemo in Eisenach versammelten sich ca. 120 Menschen. Vor allem Kurdinnen, Kurden und Syrer, aber auch Deutsche protestierten gemeinsam gegen den faschistischen Angriff. Viele selbst gemachte Schilder und Plakate, die vor allem von Kindern getragen wurden. Auf einer Spontandemonstration hallte lautstark durch die Fußgängerzone ‚Erdogan = Terrorist‘ und ‚Freiheit für Kurdistan‘ auf Deutsch und Kurdisch/Arabisch. In kurzen Redebeiträgen wurde die Bundesregierung für ihre Unterstützung des türkischen Krieges in Efrîn angeklagt. Am Ende der Kundgebung haben die Teilnehmer sich verabredet, am nächsten Montag um 17 Uhr wieder vor dem Rathaus zu demonstrieren. “

Demo im Polizeikessel

Aus Dortmund schreibt eine Korrespondentin: „Am Samstag protestierten über 1.000 Menschen am Dortmunder Hauptbahnhof gegen die türkische Invasion. Frauen mit Kindern standen in der ersten Reihe. Sie hatten symbolisch Babys auf der Hand und kämpfen für die Zukunft der Frauen und Kinder in Efrîn. Sarah Rißmann vom Jugendverband REBELL überbrachte die Grüße der Vorsitzenden der MLPD, Gabi Fechtner. Sie war von kurdischen Frauen zur Demonstration eingeladen worden. Die MLPD protestierte gemeinsam mit den Anmeldern und den Demonstrantinnen und Demonstranten gegen die Auflage, nur eine Kundgebung zu machen. Die Kundgebung fand im Polizeikessel statt - getrennt von der Dortmunder Bevölkerung. Wir bestanden auf das Recht zu demonstrieren - die Polizei lenkte nicht ein. Der Jugendverband REBELL nahm teil; Genossinnen und Genossen der MLPD verteilten viele Erklärungen der MLPD. Mehrere trugen sich ein für das Internationalistische Bündnis. Wir luden zur Montagsdemo ein, um gemeinsam die deutsche Bevölkerung für die Solidarität zu gewinnen. Das hatte Erfolg! Gemeinsam mit kurdischen Frauen, Männern und Jugendlichen demonstrierten wir mit 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der Dortmunder Montagsdemo und erklärten: Wir kämpfen gemeinsam! Solidarität mit Efrîn geht jeden etwas an! Entschieden richten wir uns gegen die Kriminalisierung durch die Dortmunder Polizei. Hoch die internationale Solidarität!“

Es lebe der Wiederstand von Efrîn

Aus Saarbrücken erreichte Rote Fahne News dieser Bericht: „Von massenhaft Polizei in drakonischen Kampfanzügen eskortiert – aber kein bisschen eingeschüchtert - demonstrierten am Montag, 5. Februar, etwa 130 Leute. Kurdische, iranische und deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter viele Jugendliche und Frauen, brachten in Sprechchören und Beiträgen am offenen Mikrofon zum Ausdruck: ‚Biji Berxwedan Efrîn‘ - ‚Es lebe der Widerstand von Efrîn!‘ Gefordert wurde auch die sofortige Freilassung Abdullah Öcalans und die Aufhebung des Verbots der PKK. Dann sprach noch eine jesidische Frau, die das IS-Massaker in Shengal im August 2014 miterleben musste: 'Unsere Befreiung vom IS war das Werk der kurdischen YPG/YPJ-Milizen‘, sagte sie. ‚Nie wieder soll es ein solcher Völkermord wie in Shengal geschehen. Auch dafür müssen wir Efrîn heute verteidigen.'“