Tarifrunde 2018

ver.di stellt Forderungen auf

Am Donnerstag gab der ver.di-Vorstand die Forderungen der Tarifrunde für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen bekannt.

von Gerd Pfisterer

Zur Forderung erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske: „Wir brauchen im Abschluss ein höheres Niveau als bei den Tarifrunden der vergangenen Jahre.“ Die ver.di-Bundestarifkommission fordert eine Entgelterhöhung von 6 Prozent mit einer sozialen Komponente von mindestens 200 Euro.

Forderungen von ver.di

Auch die Ausbildungsvergütung soll über 6 Prozent steigen. Außerdem will ver.di ein kostenloses Nahverkehrsticket durchsetzen. Direkt verhandelt wird für die 1,3 Millionen Beschäftigten in den Kommunen und die knapp 150.000 des Bundes. Dazu kommen 180.000 Beamte und Richter, Auszubildende, Sondertarifbereiche und Pensionäre, auf die das Ergebnis meist übertragen wird.

Wie wird sich die Kampfkraft der Beschäftigten entwickeln?

Auf Seiten der Gewerkschaft verhandeln für ver.di Frank Bsirske und für den Deutschen Beamtenbund und die Tarifunion Ulrich Silberbach (CDU). Auch die Lehrergewerkschaft GEW und die Gewerkschaft der Polizei sind beteiligt. Die erste Verhandlung findet am 26. Februar statt. Ein Abschluss soll am 15. bis 17. April erreicht werden. Ob das gelingt, wird entscheidend davon abhängen, ob die kommunalen Arbeitgeberverbände und die Bundesregierung bereit sind, auf die Forderungen einzugehen und vor allem, wie sich die Kampfkraft der Beschäftigten entwickelt.

 
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