Opel

„1:0 für Rachid – aber der Kampf geht weiter“

„Der gekündigte Kollege Rachid aus dem K170 hatte am 12. Dezember 2017 vor dem Arbeitsgericht Darmstadt seine Verhandlung“, so die Kollegenzeitung „Der Blitz".

Aus Kollegenzeitung „Der Blitz“

Sein kämpferisches Auftreten und das der IG-Metall-Anwältin sowie das Ablehnen eines Vergleichs hatten Erfolg. Noch am gleichen Tag fiel das Urteil für Rachid zur Wiederbeschäftigung. 1:0 für Rachid!

 

Opel legte am 15. Januar 2018 Berufung ein – obwohl keiner der behaupteten Fehler vor dem Arbeitsgericht Bestand hatte. In der jetzigen Phase ... der massiven Stellenstreichungen im gesamten Konzern will Opel kämpferische Kollegen möglichst mit allen Mitteln aus dem Betrieb halten – damit die Kollegen eingeschüchtert sind und ihre Klappe ja nicht zu weit aufmachen. In England, in Frankreich werden Stellen abgebaut; in Eisenach die Schichten gekürzt; jetzt kommen die polnischen Kollegen nach Rüsselsheim und unsere Leiharbeiter sind die ersten, die fliegen – da sollen wir noch die Klappe halten?

Ein Beispiel an Rachids Kampfgeist nehmen

Wir sollten gemeinsam zusammenrücken und uns nicht den Mund verbieten lassen. Die spontane Spendensammlung seiner Abteilung für Rachid war eine passende Antwort auf das perverse Vorgehen: erst wurde ihm die Kündigung ausgesprochen, dann wurde er deswegen vom Arbeitsamt für drei Monate gesperrt, und dann hatte er noch den Kampf dagegen zu organisieren – das ist keine leichte Zeit gewesen. Kollegen, wir müssen uns ein Beispiel am Kampfgeist von Rachid nehmen: nicht klein beigeben – wir haben genug von Kompromissen und Vergleichen – es geht in die zweite Runde!