Metalltarifvertrag

Die Kampfbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen war da

In den Metall- und Elektrobetrieben wird eifrig über den frisch ausgehandelten Tarifvertrag diskutiert. Ein Vertrauensmann aus einem Autozulieferbetrieb berichtet:

Korrespondenz

Bei uns sind viele Frauen beschäftigt. Ich weiß aus zahlreichen Gesprächen, dass sich viele Kolleginnen eine Arbeitszeitverkürzung wünschen. Da ist zum einen der ständig steigende Arbeitsdruck – viele habe Angst, dass sie „ausbrennen“. Dann gibt es welche, die kleine Kinder oder Pflegebedürftige zuhause haben.

 

Deshalb haben sie die Forderung nach der Verkürzung der Arbeitszeit auf 28 Stunden unterstützt und sich auch aktiv an den Warnstreiks beteiligt. Da aber viele in der Entgeltgruppe 1 und 2 arbeiten, sind sie auf jeden Cent angewiesen. Das heißt, sie können sich die Verkürzung der Arbeitszeit auf 28 Stunden nur mit einem Lohnausgleich leisten. Jetzt gibt es nicht mal den von der IG Metall geforderten Teillohnausgleich!

Viele sind mit der Regelung nicht einverstanden

Deshalb sind viele mit dieser Regelung nicht einverstanden. „Das können sich wieder nur die leisten, die viel verdienen oder auf das Geld nicht so angewiesen sind. Ich versteh nicht, warum die IG Metall in der Frage des Lohnausgleichs vor den Unternehmern eingeknickt ist“, sagte eine Kollegin. Um so unverständlicher, da die Kampfbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen da war.“