Türkei

Deniz Yücel ist frei! Was haben Merkel und Co zugesagt?

Mit "Herzlich Willkommen, Deniz" beginnt der Solidaritätskreis „Freiheit für Meşale Tolu“ seine Pressemitteilung.

Solidaritätskreis „Freiheit für Meşale Tolu“ / jw

Die Solidaritätsinitiative "Freiheit für Meşale Tolu" freut sich riesig, dass Deniz Yücel endlich frei ist. Die Initiative setzt ihre Aktivitäten, darunter auch die Kundgebungen in Ulm unter dem Motto „Freiheit für Mesale Tolu, Deniz Yücel und alle inhaftierten JournalistInnen“, aber fort:

 

"Und wir werden weitermachen, denn tagtäglich werden in der Türkei JournalistInnen verhaftet. Mit der Freilassung von Deniz sehen wir uns im Kampf gegen die willkürliche Inhaftierung von JournalistInnen gestärkt. Wir brauchen jede Stimme, die die Machenschaften der Erdogan-Diktatur aufdeckt und sich dem Faschismus nicht beugt.

Die Geisel Deniz kommt raus! Der Krieg gegen Efrin geht weiter!

Deniz war eine politische Geisel. Dass die Befreiung von Geiseln meistens einen Preis hat, wissen wir auch. Was hinter den verschlossenen Türen lief, wissen wir nicht. Aber dass die Türkei nach wie vor die Unterstützung der deutschen Bundesregierung für den Krieg im kurdischen Kanton Efrîn hat, ist kein Geheimnis."

Was hat die Bundesregierung zugesagt?

Soweit die Pressemitteilung. Nicht nur hier wird über die Zugeständnisse nachgedacht, die die Bundesregierung der faschistischen türkischen Regierung für diese Freilassung gemacht hat. Während verschiedene Kommentatoren vor allem an eine weitere militärische bzw. rüstungstechnische Unterstützung denken, vermuten andere nicht zu Unrecht, dass die Bundesregierung versprochen hat, verstärkt gegen die kurdische Bewegung in Deutschland vorzugehen.

 

Die Freunde von Meşale Tolu weisen zu Recht daraufhin, "dass jeder, der diesen Diktator unterstützt, sei es militärisch, wirtschaftlich oder politisch, mitverantwortlich für diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg ist ..."