GroKo

Kürzung von Renten für Zeitungszusteller

Die SPD-Führung muss um die Zustimmung ihrer Mitglieder zum Koalitionsvertrag bangen.

Von gp

Dabei wird sie nicht müde, die „sozialdemokratische Handschrift“ im Koalitionsvertrag als Argument für die Zustimmung zu verkaufen. Aber wie vieles in Verträgen verbirgt sich ihr Charakter im Kleingedruckten.

 

So heißt es auf Seite 93 des ausgehandelten Koalitionspapiers: "Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte – in Stadt und Land gleichermaßen – wird bei Minijobs von Zeitungszustellerinnen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Rentenversicherung, den die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu tragen haben, befristet für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2022, von 15 auf fünf Prozent abgesenkt."

Mit Hungerlöhnen abgespeist und bei der Rente beschissen

Mit anderen Worten, die Zeitungszustellerinnen und Zeitungszusteller werden nicht nur mit Hungerlöhnen abgespeist, sie sollen auch noch bei der ohnehin nicht ausreichenden Rente beschissen werden.