Duisburg

Montagsdemo zum Thema "Pflege in Deutschland"

Unterbesetzt, unterbezahlt, überarbeitet - so könnte man die Situation der Beschäftigten im Pflegebereich in Deutschland beschreiben.

Montagsdemobewegung

Entwürdigt, vernachlässigt, vereinsamt sind in der Folge viele Pflegebedürftige. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ heißt es im Grundgesetz. Obwohl der unhaltbare Zustand im Pflegebereich seit langem bekannt ist, werden durch die Regierung keine einschneidenden Maßnahmen ergriffen.

 

2,86 Millionen Menschen sind in Deutschland bereits pflegebedürftig. Jedes Jahr kommen 300.000 Menschen dazu. In den Krankenhäusern wird oft die Bedeutung einer guten Pflege und die Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger für die Genesung der Patienten geringgeschätzt im Vergleich zur Medizintechnik und den Ärzten.

In vielen Bereichen regt sich der Widerstand

In den Pflegeeinrichtungen und der Altenpflege reicht es trotz Engagement vieler Pflegenden oft nur zur Verwahrung der Pflegebedürftigen. Die Vorgabezeiten für die Pflege in der häuslichen Umgebung sind so eng bemessen, dass eine würdevoller Umgang fast nicht möglich ist. In Hunderttausenden Familien pflegen Angehörige (überwiegend Frauen) die Pflegebedürftigen, ohne dass diese Arbeit, die oft an die Grenze der Selbstaufopferung geht, entsprechend gewürdigt oder honoriert wird.

 

In vielen Bereichen regt sich der Widerstand der Beschäftigten und der Betroffenen. Was ist los in unserem Land, wo sind die Ursachen zu suchen, was ist zu tun? Das diskutiert am Montag, dem 19. Februar, um 17:30 Uhr die Montagsdemo Duisburg am Lifesaver-Brunnen auf der Königstraße (Höhe Düsseldorfer Straße) und lädt alle Betroffenen und Interessierten herzlich dazu ein.