Rojava

Aleppo unterstützt Efrîn

Gestern erreichte ein Solidaritätskonvoi mit mehreren Tausend Menschen aus der syrischen Stadt Aleppo die bedrohte Stadt Efrîn in Rojava (Nordsyrien).

Aleppo unterstützt Efrîn
Verbrüderung zwischen den Menschen aus Aleppo und Efrîn (foto: anf)

Tausende Menschen, Männer und Frauen jeden Alters und Kinder, erreichten gestern mit Bussen die Stadt Efrîn. Die Stadt wird seit Wochen von der türkischen Armee bombardiert. Mit einer völkerrechtswidrigen Invasion versucht die faschistische Türkei die Selbstverwaltung von Erfîn zu zerstören.

 

An dem Konvoi beteiligten sich Kurden, Araber, Tscherkessen und Turkmenen aus Aleppo, um den Widerstand gegen den Erdoğan-Faschismus zu unterstützen. Gegenüber der Nachrichtenagentur ANF erklärte eine der Aktivistinnen, eine Mutter aus Aleppo: „Erdoğan ist ein Despot. Sein Ziel sind nicht nur die Kurden, sondern ganz Syrien. Wir werden dagegen Widerstand leisten und Erdoğan besiegen.“

Syrische Armee in Efrîn?

Offenbar steht der Konvoi auch im Zusammenhang mit Meldungen, dass es eine Vereinbarung zwischen Assad und den Verteidigern von Erfîn geben würde. Das verbreiten weiter verschiedene bürgerlichen Medien. Die kurdische Nachrichtenagentur ANF berichtete heute Nachmittag vom Eintreffen sogenannter "Volksschutzeinheiten der syrischen Armee" in Efrîn. Im kurdischen Fernsehen sind aktuell Bilder zu sehen, wie Einheiten der syrischen Armee in Efrîn einrücken. Von SDF bzw. YPG/YPJ gibt es noch keine offizielle Erklärung.

 

Heute besuchten die Menschen aus Aleppo verschiedene Frontabschnitte, um den Kämpferinnen und Kämpfern ihre Solidarität persönlich zu überbringen - oder um sich dem Kampf anzuschließen.  Hier gibt es einen Filmbericht über die gestrige Ankunft.