ATIK-Prozess

Haftbefehle gegen vier Angeklagte außer Vollzug gesetzt!

Wie die Verteidiger/-innen der Angeklagten im Münchner Prozess gegen die türkischen und kurdischen Revolutionäre soeben bekannt gaben, hat das Oberlandesgericht heute die Haftbefehle gegen vier Angeklagte außer Vollzug gesetzt.

Korrespondenz / gis / ffz
Haftbefehle gegen vier Angeklagte außer Vollzug gesetzt!
Die Solidarität hat sich gelohnt (rf-foto)

Bei den vier Revolutionärinnen und Revolutionären, die nach Anordnung des Gerichts unverzüglich aus der Haft entlassen werden müssen, handelt es sich um: Sinan Aydin, Dr. Dilay Banu Büyükavci, Sami Solmaz und Musa Demir.


Dazu schreibt das Verteidigerteam: "Es hat sich gezeigt, dass die Strategie der Verteidigung, die Anklage vollständig und konsequent, rechtlich wie moralisch, anzugreifen, richtig ist."

 

Dazu kommt die Riesensolidarität bundesweit und über Ländergrenzen hinweg.

Ein großer Erfolg

Es ist ein großer Erfolg von allen, die in den letzten Monaten vor dem Gericht, vor dem Gefängnis, im Gerichtssaal, mit Demonstrationen und Erklärungen ihre Solidarität gezeigt haben. Nachdem am 1. Dezember bereits der Angeklagte Mehmet Yeşilçalı entlassen werden musste, macht die heutige Entwicklung Mut, dass alle Angeklagten auf freien Fuß gesetzt werden.

Ich habe es, ein richtiges Gefühl der Freiheit

Dr. Dilay Banu Büyükavci

Am 25. November 2017 schrieb Dr. Dilay Banu Büyükavci  in einem Brief, den wir auf Rote Fahne News veröffentlichten: "Ich bin eine Optimistin, seitdem ich hier bin, passieren wunderbare Dinge, die sehr real sind, ich brauche nicht die positiven Dinge zu suchen oder darauf zu warten, sie passieren einfach. Zum Beispiel als ihr im Gericht wart, so ein wunderschöner Moment, als ich in den Gerichtssaal kam, war ich so begeistert, es war ein so wunderschöner Moment, so etwas habe ich nie in meinem Leben vorher erlebt. Als ich euch auf dem Balkon gesehen habe, mit Tüchern, dieses wunderschöne Lied singend, euer freundliches Lachen, entschlossene Blicke ... "

 

Morgen werden wir mehr berichten.