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Facebook sperrt fortschrittliche kurdische Nachrichtenseite

Die Facebook-Seite rojavanews.net wurde von Facebook gesperrt.

Korrespondenz

Die Betreiber vermuten, dass türkische Faschisten gezielt und koordiniert zu Löschanfragen aufgerufen haben. Damit unterwirft sich Facebook dem faschistischen Erdogan-Regime und dessen Medien-Kampagne. So wurden Bilder mit Kämpferinnen der kurdischen Frauenverteidigungseinheiten YPJ und Bilder mit Fahnen der kurdisch-syrischen Selbstverteidigungskräfte YPG gelöscht.

 

Die Aktion passierte zeitgleich mit mutmaßlichen Zusagen der Bundesregierung für den Bau einer Panzerfabrik an die türkische Regierung. Weiterhin erreichbar ist die Webseite rojavanews.net.

 

Die MLPD protestiert entschieden gegen die Kriminalisierung des antifaschistischen Widerstands durch Verbot und Löschung von Fahnen der in Deutschland nicht verbotenen Organisationen.

 

Eine ähnliche Kriminalisierung fand vor einigen Tagen auf einer Solidaritätsdemo in Herne statt. Das zuständige Verwaltungsgericht hatte das Zeigen der Fahnen von YPG und YPJ zugelassen. Die Polizei filmte provokativ Teilnehmerinnen und Teilnehmer und nahm Personalien auf mit der Begründung „man wisse ja nicht, ob das in Zukunft noch Bestand habe“.

 

Der Protest gegen den türkischen Angriffskrieg lässt sich durch solche unzulässigen Einschüchterungsmaßnahmen nicht einschüchtern.