Efrîn-Solidarität

Solidarität gegen Schikanen verteidigen

Bedran Çiya Kurd, Vorstandsmitglied der Demokratischen Gesellschaftsbewegung (TEV-DEM), erklärt im Interview mit der Nachrichtenagentur ANF, dass der seit nunmehr 33 Tagen andauernde Widerstand in Efrîn gegen den Angriffskrieg der türkischen Armee Früchte trägt.

Korrespondenz / gis
Solidarität gegen Schikanen verteidigen
Unterstützungskonvoi für Efrîn heute früh in Kobanê aufgebrochen (Foto: ANF)

"Vor 33 Tagen", so Bedran Çiya Kurd, "ging der türkische Staat noch davon aus, Efrîn in drei Stunden oder drei Tagen besetzen zu können. Trotz technologischer und zahlenmäßiger Überlegenheit ist er jedoch durch den entschlossenen Widerstand der Bevölkerung und unserer Kampfeinheiten aufgehalten worden. Bereits nach der ersten Woche hat ein Teil der vom türkischen Staat rekrutierten Banden den Kampf aufgegeben ... Auch die türkische Armee hat große Verluste erlitten. Die Öffentlichkeit in der Türkei hat daher begonnen, die Militäroperation zu hinterfragen ..."

Ungebrochene Solidarität

In Deutschland und anderen Ländern tragen weiterhin Tausende ihren Protest und ihre Solidarität auf die Straße. Am 3. März findet in Berlin eine große Demonstration statt, die die sofortige Beendigung des Angriffskriegs fordert.

Solidarität gegen politische Unterdrückung verteidigen!

Immer wieder kommt es zu Polizeiübergriffen und undemokratischen Auflagen gegen die Efrîn-Solidarität, denen offenbar ein Erlass des deutschen Innenministeriums zugrunde liegt. Eine Korrespondenz aus Heidelberg berichtet:

 

"Bei einer Solidaritätsdemonstration verteilte ich Flugblätter der MLPD. Von einer Polizeibeamtin wurde ich angegangen: 'Das ist verboten!' Ich weigerte mich, ihr die Flugblätter auszuhändigen ... Die unverschämte und unmögliche 'Auflage', keine Parolen wie 'Es lebe der Widerstand von Efrîn' zu rufen, konnte von der Demoleitung natürlich nicht umgesetzt werden ... Wenn man die Erfahrungen von Düsseldorf, Köln, Heidelberg betrachtet, wird deutlich, dass mit immer mehr Schikanen die Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf behindert werden soll. Hintergrund dafür ist, dass sich die Bundesregierung als treuester Verbündeter des faschistischen Erdogan-Regimes erweist ... Außerdem erhofft sich der BRD-Imperialismus wohl auch, an der Verteilung der Beute (Syrien) nach dem Krieg teilzuhaben."