VW

Tarifabschluss für westdeutsche VW-Betriebe vereinbart

In der Nacht zum Mittwoch haben sich IG Metall und VW-Vorstand über einen Haustarifvertrag für 120.000 VW-Beschäftigte in den sechs westdeutschen Betrieben¹ sowie bei der VW-Finanztochter geeinigt.

Von gp

Der Abschluss sieht zwei Nullmonate, ein Einmalzahlung für April von 100 Euro (70 Euro für Auszubildende) und ab 1. Mai 2018 eine tarifliche Entgelterhöhung von 4,3% vor. Die Laufzeit beträgt 27 Monate. Ab August 2019 wird außerdem jährlich ein tarifliches Zusatzgeld von 27,5 Prozent eines Monatsgehalts gezahlt. Beschäftigte mit Kindern im Alter von bis zehn Jahren oder mit pflegebedürftigen Angehörigen können stattdessen sechs freie Tage wählen.

 

In die betriebliche Altersvorsorge sollen ab Juli kommenden Jahres 90 statt 27 Euro fließen, ab Januar 2020 dann 98 Euro, dann tarifdynamisch. Die Zahl der Auszubildenden wurde für drei Jahre bei 1400 festgeschrieben.

 

Auch bei VW zeigte sich das erwachte gewerkschaftliche Bewusstsein – seit mehr als zehn Jahren zum ersten Mal legten mehr als 57.000 Beschäftigte bei Warnstreiks die Arbeit nieder und verhinderten, dass sich der VW-Vorstand mit dem Wunsch nach Verlängerung der Arbeitszeit durchsetzte. VW wollte den 24. Dezember und Silvester als Arbeitstag.

 

Mit dem Haustarifvertrag für die westdeutschen VW-Betriebe werden kampfstarker Bataillone abgespalten und die Spaltung Ost-West aufrecht erhalten!  Es wird Zeit, dass dieser Anachronismus der Klassenzusammenarbeitspolitik und Spaltung endlich überwunden wird!