Saarland

Grubenwasser stärker belastet als bisher bekannt?

Das Grubenwasser im Saarland ist nach Aussage des Illinger Bürgermeisters Armin König (CDU) schadstoffhaltiger als bisher angenommen.

Korrespondenz

Das Grubenwasser im Saarland ist nach Aussage des Illinger Bürgermeisters Armin König (CDU) schadstoffhaltiger als bisher angenommen. Dies gelte vor allem für die PCB-Belastung. Umweltminister Reinhold Jost (SPD) hätte ihm zwei Berichte des Landesamts für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) vorgelegt, aber ihm untersagt, diese Daten weiterzugeben. König sagte, er werde die Rohdaten der Berichte verwenden und „meine eigenen Additionen vorlegen“. Zwar gebe es keinen Grenzwert für Grubenwasser-PCB, aber als Anhaltspunkt diene der Umweltqualitätsnorm-Wert von 20 Mikrogramm pro Kilogramm für Fließgewässer. Demnach lägen die Jahresmittelwerte für das PCB 52 in Reden mehr als fünfzehnmal so hoch, in Camphausen mehr als zwanzigmal so hoch. Erstmals gebe es den Nachweis, dass auch der Sinnerbach und der Fischbach belastet seien. Er kritisierte, dass die Werte, die 2016 erhoben worden seien und Anfang Oktober 2017 vorlagen, nicht vor Ende der Einwendungsfrist am 15. Januar 2018 offengelegt worden seien. Er forderte, dass die RAG das Grubenwasser entgiften müsse.