Berlin

Kämpferische Großdemonstration gegen Erdogans Angriffskrieg auf Efrîn

Zehntausende Menschen trugen heute in Berlin ihren Protest gegen die völkerrechtswidrige Invasion des Rojava-Kantons Efrîn durch das faschistische Erdogan-Regime auf die Straße.

Von Korrespondenz / gis
Kämpferische Großdemonstration gegen Erdogans Angriffskrieg auf Efrîn
Kämpferische Großdemonstration gegen Erdogans Invasion in Rojava (rf-foto)

Im Rahmen des "Bündnisses für Demokratie und Frieden in Afrin" hatten zahlreiche Einzelpersonen und über 80 Organisationen zu der Demonstration aufgerufen. Aus allen Teilen Deutschlands fuhren Busse. Zu den Unterstützerinnen gehört Esther Bejarano (Auschwitz-Überlebende, Friedensaktivistin). Die MLPD unterstützt den Demo-Aufruf und nimmt mit Delegationen, Transparenten, Rednern und der Werbung für den internationalen Solidaritätstag am Newroztag, dem 21. März, an der Berliner Demonstration teil.

 

Solidaritätsdemonstrationen fanden heute auch in Kopenhagen und Stockholm statt. Die Demonstranten protestierten gegen die Kriegsverbrechen des türkischen Regimes. In Redebeiträgen wurde darauf hingewiesen, dass der türkische Staat die friedlichste Region Syriens angreife, weil in Efrîn Demokratie und Gleichberechtigung herrschten.

 

Direkt aus Berlin berichtet ein Korrespondent an Rote Fahne News: "Es sind sehr viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ganz genaue Zahlen kenne ich noch nicht, aber man kann mit Fug und Recht von Zehntausenden sprechen. Dabei war der Zeitraum, in dem für die Demo mobilisiert wurde, ja nicht sehr lang. Man merkt, wie sehr dieser Angriff des faschistischen türkischen Regimes gegen Rojava viele Menschen aufwühlt und empört. Wo gerade dort ein so hoffnungsvoller Kampf der Massen für Freiheit und Demokratie stattfindet.

 

Die Demonstration setzt sich für das sofortige Ende des Angriffskriegs auf Efrin ein. Sie ist bunt und lebendig, es herrscht eine sehr kämpferische Stimmung; außerdem ist heute in Berlin Superwetter. Viele Menschen, vor allem Kurden, tragen Fahnen der YPG und YPJ. In der Nähe des Innenministeriums wurde ein riesiges Transparent mit dem Bild von Abdullah Öcalan herabgelassen. Die Polizei - es seien 1800 im Einsatz - hat ein paar wenige von den Fahnen kassiert, ist aber insgesamt nicht aggressiv gegen Demonstranten vorgegangen.

 

Wir laufen in einem kämpferischen internationalen Block, viele kurdische, afghanische und palästinensische Freunde. Die ICOR-Parteien MLKP und MLPD sind vertreten, das Internationalistische Bündnis und viele andere. Die Parolen und Plakate für den kurdischen und für den palästinensischen Freiheitskampf werden sehr stark aufgegriffen, ständig rufen Sprechchöre nicht nur Freiheit für Kurdistan, sondern setzen sich auch für den palästinensischen Freiheitskampf ein. Auch ein afghanischer Freund hat gesprochen, über sein Land berichtet und sich entschieden gegen Abschiebungen positioniert.

 

Eine zentrale Rolle spielt die Abrechnung mit der deutschen Bundesregierung bzw. die Forderung, dass sie sofort die Waffenlieferungen an die Türkei und die ganze beschämende Zusammenarbeit mit Erdogan stoppt.

 

Die angesprochenen Demo-Teilnehmer reagieren positiv auf den Aufruf der ICOR und der MLPD als ICOR-Mitglied, am 21. März einen internationalen Aktionstag für Efrîn durchzuführen."

 

Die MLPD verbreitete den Aufruf der ICOR und die Presseerklärung der MLPD, in der die Vorsitzende der MLPD, Gabi Fechtner, erklärt: „In Deutschland wird die ICOR-Organisation MLPD gemeinsam mit vielen kurdischen Freundinnen und Freunden und anderen Bündnispartnern vielfältige Aktivitäten organisieren. Im Mittelpunkt werden dezentrale Aktionen mit Kundgebungen, Demonstrationen, Info-Aktionen, Feiern usw. stehen. Wir gehen davon aus, dass so etwa in 50 Städten in Deutschland Aktivitäten auf die Beine gestellt werden. Natürlich werden wir uns auch an den zentralen Aktivitäten in Hannover beteiligen. Wir richten uns besonders gegen die Kriegsbeteiligung der Bundesregierung und die Kriminalisierung der Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf.“