Saragossa

Kampf der Opel-Belegschaft in Bochum als „Blaupause“

Am Donnerstag ist Bilanz-Pressekonferenz von PSA. Das nimmt Opel Chef Michael Lohscheller zum Anlass, den Druck auf die Opelbelegschaften zu erhöhen.

Von gp

Mit dem Verweis auf Rückgang der Marktanteile in Deutschland und nach wie vor „hohen Verlusten“ sollen die Belegschaften zu Zugeständnissen gezwungen werden. Dabei dient Lohscheller das Werk Saragossa als „Blaupause“. 

 

Mit der Drohung, die Produktion des Corsa aus Saragossa abzuziehen, wenn die Belegschaft nicht zu weitreichenden Zugeständnissen bereit ist, hat Opel die Belegschaft erpresst. Danach bekommen die Beschäftigen über fünf Jahre kaum Lohnerhöhungen, müssen flexibler arbeiten, auch am Samstag, und verlieren einen Teil ihrer Zuschläge. 41 Prozent der Kolleginnen und Kollegen haben das abgelehnt. Eine Mehrheit hat zugestimmt, auch weil drei der fünf im Werk vertretenen Gewerkschaften der Erpressung zugestimmt haben.

 

Die Kolleginnen und Kollegen haben für ihren Widerstand viel Solidarität auch aus deutschen Opel-Werken erhalten. Die Belegschaften in den deutschen Opel-Werken haben die Erfahrungen aus der Schließung des Werks in Bochum verarbeitet: Zugeständnisse sichern keine Arbeitsplätze, die Belegschaften dürfen sich nicht gegeneinander ausspielen lassen und der Kampf gegen Opel und PSA muss gemeinsam, über Ländergrenzen hinweg geführt und koordiniert werden.

 

Wenn die Belegschaften sich von dieser „Blaupause“ leiten lassen, werden Opel und PSA noch ihr „blaues Wunder“ erleben.