Frauenverband Courage

8. März im Gegenwind – jetzt erst recht mitmachen!

Wenn am internationalen Frauentag Frauen auf die Straße gehen, dann machen sie streitbar den Kampf um ihre Rechte und Freiheiten zum Thema, aber auch brennende aktuelle Fragen, wie den Krieg in Syrien.

Dokumentiert von der Courage-Webseite

Die Solidarität mit den Frauen in Efrîn, die ihre Errungenschaften gegen die faschistische Invasion des Erdogan-Regimes verteidigen, ist uns in diesem Jahr besonders wichtig.

 

Offensichtlich soll mit verschärften polizeilichen Auflagen Abschreckung und Spaltung gegen die kämpferischen Aktionen der Frauenbewegung betrieben werden. Das lassen wir uns nicht gefallen. Frauenrechte, wie das Frauenwahlrecht, wurden schon immer in heftigem Gegenwind erkämpft! Und wir wollen noch viel mehr erreichen!

 

Die Hagener Frauen haben einen Erfolg erzielt. Sie schreiben in einer Erklärung: „In unserem gemeinsamen Aufruf drücken wir aus aktuellem Anlass auch unseren Protest gegen den Angriffskrieg der Türkei gegen den nordsyrischen Kanton Efrîn aus. Sind doch hier Frauen als Mütter, Schwestern, Partnerinnen und Kämpferinnen besonders betroffen. In diesem Krieg werden auch deutsche Panzer eingesetzt. Ausgerechnet diese Solidarität belegt die Polizei Hagen in ihrer ersten Genehmigung unserer Versammlung am 8.3. mit der Auflage, dass keine Fahnen und Symbole der Partei PYD und der Volksverteidigungskräfte YPG und YPJ gezeigt werden dürften.

 

Die PYD ist in Efrîn Regierungspartei, nachdem sie als treibende Kraft ein demokratisches, friedliches, multiethnisches Gesellschaftssystem in Nordsyrien, Rojava, mit durchgesetzt hat. Hunderttausende Kriegsflüchtlinge aus Syrien konnten in Efrîn Zuflucht finden. Die Einheiten der YPG und YPJ ... tragen gegenwärtig die Hauptlast der Verteidigung Efrîns gegen Invasion und Bomben durch die Türkei.

 

Wir begrüßen, dass die Polizei Hagen uns gegenüber die Auflagen zu PYD, YPG und YPJ zurückgenommen hat. Wir erwarten das jedoch schriftlich und möchten ausdrücklich erklären, dass wir uns auf jeden Fall gegen eine solche Kriminalisierung von Solidaritätsaktionen mit Efrîn verwahren."