Rojava

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Faschistisches Militär der Türkei steht kurz vor Efrîn - Widerstand und internationale Solidarität verstärken sich

Das Militär der faschistischen Türkei ist gemeinsam mit faschistisch-islamistischen Milizen bis kurz vor den Stadtrand von Efrîn (Rojava/Nordsyrien) herangerückt und versucht einen Belagerungsring zu schließen. Türkische Kampfjets bombardieren Teile der Stadt. Dort leben ca. 500.000 Menschen, viele davon Flüchtlinge. Die Trinkwasserversorgung wurde von den Invasoren gekappt. Massaker an der Zivilbevölkerung und eine humanitäre Katastrophe drohen.

Pressemitteilung der MLPD
Faschistisches Militär der Türkei steht kurz vor Efrîn - Widerstand und internationale Solidarität verstärken sich
Demonstration für Efrin in Lyon (Quelle: ANF)

Die Kämpferinnen und Kämpfer, besonders der YPG und YPJ, leisten schon seit 51 Tagen gegen die militärtechnisch überlegene neuimperialistische Türkei heldenhaften Widerstand. Bewaffnete Einheiten der SDF aus anderen Teilen Syriens eilen Efrîn zur Hilfe. Zehntausende protestieren in ganz Rojava und Efrîn selbst auf den Straßen und stellen sich der völkerrechtswidrigen Aggression entgegen. Weltweit protestierten bereits Hunderttausende, es gab beeindruckende Massendemonstrationen der internationalen Solidarität zum Internationalen Frauentag.

 

Monika Gärtner-Engel, die Internationalismusverantwortliche der MLPD und Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR, erklärt dazu: „Die ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) ruft gemeinsam mit dem ILPS (Internationaler Bund des Kampfs der Völker) für den 21. März zu einem weltweiten Aktionstag der Solidarität mit Efrîn auf. Dies soll ein gemeinsamer Kampftag der internationalen Arbeiter- und Volksbewegung und des kurdischen Befreiungskampfs zur Solidarität mit Efrîn und gegen den Imperialismus im Geist des proletarischen Internationalismus werden. In Deutschland beteiligt sich die MLPD aktiv an den aktuellen Protesten. Ihre Mitglieder werden morgen dafür eintreten, auch die Efrîn-Solidarität auf den Montagsdemos in ca. 70 Städten auf die Straße zu bringen.“

 

„Ich kritisiere die Bundesregierung, die Krokodilstränen über die zivilen Opfer in Ost-Ghouta (Syrien) vergießt, aber zum Angriff der Türkei auf Efrin schweigt oder ihn sogar mit Hinweis auf angebliche 'Sicherheitsinteressen der Türkei' rechtfertigt“, so Monika Gärtner-Engel weiter. „Die Kumpanei der Bundesregierung mit dem faschistischen Erdogan-Regime geht so weit, dass sie in Deutschland die Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf kriminalisiert: Die Symbole von YPG und YPJ werden verboten, in Razzien werden 'Beweise' für die Solidarität mit Efrîn gesucht, massenhaft wurden Bücher und Solidaritätsmaterialien beschlagnahmt, Feierlichkeiten zum Newroz-Fest verboten. Das militärische Gerät, welches die Türkei in Efrîn einsetzt, stammt zum großen Teil aus der imperialistischen Waffenbrüderschaft Deutschlands mit der Türkei im Rahmen der NATO.

 

Die MLPD fordert die sofortige Einstellung jeder Kriegsbeteiligung durch die Bundesregierung. Das türkische Erdogan-Regime muss international geächtet und alle diplomatischen, militärischen und wirtschaftlichen Beziehungen sofort eingestellt werden. Schluss mit der Kriminalisierung der Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!“

„In der Schlacht um Kobane (Rojava) zeigte sich, dass die internationale Solidarität eine starke Waffe ist“, erklärt Monika Gärtner-Engel. „Die ICOR hat bereits Ende 2014 einen Solidaritätspakt mit dem kurdischen Befreiungskampf geschlossen. Die internationale Solidarität richtet sich gegen alle Imperialisten – die demokratische Revolution in Rojava ist den USA und Russland genauso wie Deutschland ein Dorn im Auge. Der Kampf um Efrîn ist heute der Kampf aller Menschen, die für Freiheit, Demokratie und Sozialismus eintreten.“