ATIK-Prozess

„Herzlich willkommen, Hosgeldeniz Banu, Sinan und Sami“

Über 120 Leute trafen sich am 4. März zur Begrüßungs- und Siegesfeier für die freigelassenene Revolutionärinnen und Revolutionäre der ATIK in Nürnberg.

Von mst
„Herzlich willkommen, Hosgeldeniz Banu, Sinan und Sami“
Die Solidarität mit den gefangenen Revolutionärinnen und Revolutionären der ATIK hat sich gelohnt. Jetzt muss der Kampf für die noch Inhaftierten weitergehen (rf-foto)

Damit sind nun fünf der insgesamt zehn inhaftierten türkischen Revolutionärinnen und Revolutionäre aus der Untersuchungshaft im Münchener Kommunistenprozess entlassen - nach beinahe drei Jahren!

"Wenn euch so viele unterstützen, könnt ihr keine Terroristen sein"

Tief bewegend war die Ankunft von Banu  Büyükavci, Sinan Aydin und Sami Solmaz, wie sie ihre Genossen erstmals wieder persönlich in die Arme schließen konnten! „Wir haben uns vom ersten Tag an im Gefängnis nicht alleine gefühlt. Die Solidarität überwand die Gefängnismauern ...“, so Banu.

 

„Der Staat wollte aus uns Revolutionären Terroristen machen. Zuerst haben auch die Polizisten und andere Gefangene nicht mit uns geredet. Aber dank euch hat sich das nach zwei bis drei Monaten geändert. Sie sagten, wenn euch so viele unterstützen, könnt ihr keine Terroristen sein“, berichtet Sinan.

 

Der konkrete Kampf ist noch nicht zu Ende: alle inhaftierten Genossen müssten freigelassen werden und der reaktionäre Paragraph 129 vom Tisch. Das betonte auch der Anwalt Manfred Hörner.

Glückwünsche auch von der MLPD

Von der MLPD nahmen Genossen aus Nürnberg teil, und vom Zentralkomitee Martina Stalleicken sowie Roland Meister. Sie überbrachten herzliche Glückwünsche der MLPD und ihres Jugendverbandes REBELL; besonders von der Internationalismusverantwortlichen der MLPD, Monika Gärtner-Engel, mit ihrer Erinnerung an die Kundgebung am 15. September in München. 

 

Dort initiierte sie spontan, dass die Besucher die "Internationale" summten und zum Schluss lautstark die Zeile „Die Internationale erkämpft das Menschenrecht“ sangen - und für Banu „Brot und Rosen“. In diesem Sinne übergaben die ZK-Vertreter Rosen aus Perlen, gebastelt von philippinischen Frauen, die ebenfalls wegen ihrer kommunistischen Gesinnung inhaftiert waren.