Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag

Kämpferische Aktionen weltweit

Gestern, am Internationalen Frauentag, gingen überall auf der Welt Mädchen, Frauen und viele Männer auf die Straße. In Spanien waren diese Demonstrationen mit großen Streiks verbunden.

Korrespondenzen / ffz
Kämpferische Aktionen weltweit
Auch Flüchtlingsfrauen nahmen am 8. März in München teil (rf-foto)

Rote Fahne News bringt eine erste Zusammenstellung von kämpferischen Aktionen und wird weiter berichten.

 

Aus München wird berichtet: „‘Frauen die kämpfen sind Frauen die leben!‘ Unter diesem Motto rief in München ein breites Bündnis von mehr als zehn Organisationen - darunter auch MLPD und Jugendverband REBELL - zur Demo zum Weltfrauentag auf. Über 1.000 Menschen beteiligten sich an der Demonstration und brachten die verschiedensten Anliegen zum Ausdruck ...

Polizei versuchte Demo zu kriminalisieren

Der Platz der Auftaktkundgebung war mit Gittern eingezäunt und man musste schon den richtigen Eingang finden, um überhaupt zur Demo zu kommen. Der Demozug wurde begleitet von mehreren Hundertschaften des Sonderkommandos USK. Die Argumentation der Polizei, dass ‚man die Demonstration vor den Passanten schützen müsse‘ wurde nur allzu schnell Lügen gestraft. Die Demoteilnehmerinnen und -teilnehmer und Passanten verbrüderten und verschesterten sich sehr schnell über die Gitter hinweg ...

Spanien: Überwältigende Beteiligung und breite Streikbewegung

Eine spanische Kollegin berichtet: „Dieses Jahr war der 8. März in Spanien etwas Besonderes. Nicht nur eine überwältigende Beteiligung von 5 bis 6 Millionen Frauen und auch Männern auf der Straße. Neu war auch eine breite Streikbewegung: Ausstände in Betrieben (Flüge und Bahnen fielen aus), Verwaltungen, Krankenhäusern, das andalusische Fernsehen blieb ohne Bild, die Läden leer. Massenhaft hängten Frauen aus Protest Schürzen ins Fenster ... Die Forderungen waren klar: nicht nur gegen Gewalt an Frauen und Sexismus, was die Jahre vorher im Mittelpunkt stand, sondern auch für gleiche Löhne wie die Männer, weg mit den Zeitverträgen, für ein würdiges Leben für alle und für ‚Libertad‘ (Freiheit) ...“

Eine ermutigende und wichtige Aktion

Unsere Pariser Korrespondentin berichtet: "Trotz strömenden Regens kamen mehr Frauen und auch Männer als im letzten Jahr zum Treffpunkt am Platz der Republik in Paris. Man merkte deutlich den Aufschwung in der Frauenbewegung. Das Programm war vielfältig und international. Die Regierung Macron wurde mit dem Lied ‚Parole, Parole‘ bedacht. Er will sich so sehr gegen Gewalt an Frauen einsetzen, doch wo sind die Mittel und Gelder dafür? Ein Schrei für den Frieden in Efrîn! Solidarität mit dem Kampf der stark vertretenen kurdischen Frauen, Forderung der Freilassung der palästinensischen Gefangenen, allen voran der jungen und mutigen Ahed Tamin. Lieder, Tänze, Reden, die revolutionäre Weltorganisation ICOR konnte Auszüge aus ihrem Aufruf als Grußwort vortragen, bis dann die Demonstration begann. Eine ermutigende und wichtige Aktion!“