8. März

"Für eine nachhaltige Stärkung der kämpferischen Frauenbewegung"

Martina Stalleicken, frauenpolitische Sprecherin der MLPD, hat folgendes Statement zum 8. März 2018 veröffentlicht:

Von Martina Stalleicken
"Für eine nachhaltige Stärkung der kämpferischen Frauenbewegung"
Martina Stalleicken (rf-foto)

Von diesem 8. März muss eine nachhaltige Stärkung der kämpferischen Frauenbewegung ausgehen! Rund um den Internationalen Frauentag bilden Millionen Frauen und Mädchen ein starkes Band: die kämpferischen jungen Textilarbeiterinnen in Bangladesch; die mutigen kurdischen Frauen, die ihren Kampf für Demokratie und Freiheit gegen die IS-Faschisten und Erdogans Angriffskrieg verteidigen - und mit ihnen die ganze Solidaritätsbewegung; die Frauen in Spanien, die den 8. März zu einem Streiktag ausgerufen haben und viele mehr.

Stärken wir uns im Gegenwind!

Eine starke international verbundene kämpferische Frauenbewegung ist für eine Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung unabdingbar. Das hat Perspektive - ganz im Gegensatz zu dem Trauerspiel, welches in Deutschland unter dem Titel „Endlich haben wir eine starke Regierung“ aufgeführt wird. Gerade weil die Regierung weiß, dass die Kritik am Kapitalismus wächst, versucht sie, von sich abzulenken, sät Spaltung zwischen Deutschen und Flüchtlingen, Stamm- und Leiharbeitern, Männern und Frauen usw. Sich darauf einzulassen, nützt nur den Herrschenden!

 

Vor diesen Karren dürfen wir uns nicht spannen lassen. Die kämpferische Frauenbewegung in Deutschland ist gerade dann stark geworden, wenn sie kämpferisch das ganze Spektrum von Religion bis Revolution vereint. Und wenn sie sich nicht vereinnahmen lässt als Wählerinnenpotenzial, als „schönes Deckmäntelchen“ für die Umverteilungspolitik von unten nach oben, für antikommunistische Scheren im Kopf usw. Gehen wir diesen Weg weiter und stärken wir uns im Gegenwind!

 

Gegen Rechte und Faschisten, die demagogisch den Schutz von Frauenrechten missbrauchen, um Stimmung gegen Migranten zu machen. Wenn es nach der AfD ginge, müssten Frauen wieder an Heim und Herd, würde der Paragraph 218 verschärft und ausländische Kinder wären ohnehin nichts wert. Wer für echte Befreiung der Frau ist, kann nicht andere unterdrücken - sie ist mit rassistischen und faschistischen Positionen unvereinbar!

Aktionseinheit wächst im antikommunistischen Sperrfeuer

Gegen den Versuch, den Frauentag auf Begleitmusik für den Kapitalismus zu beschränken und den Kampf für eine gesellschaftliche Alternative aus dem Frauentag heraushalten zu wollen. In Hagen und Ludwigshafen sollte es verboten werden, Symbole von PYD, YPG und YPJ am 8. März zu tragen. In Saarbrücken forderte die CDU-Stadtratsfraktion den Ausschluss von DKP und dem Frauenverband Courage aus dem 8. März-Bündnis - sie wären "linksextremistisch“. Das ließen sich die Frauen nicht bieten und im Ergebnis wächst die Aktionseinheit!

 

Und nicht zuletzt auch in Auseinandersetzung mit dem kleinbürgerlichen Feminismus: „Nieder mit dem Patriarchat! Wir lassen uns nicht mehr ausbeuten - weder im Beruf noch zuhause!“ Hört sich radikal an, bleibt im Kapitalismus aber eine Illusion. Das ganze System basiert darauf, dass eine winzig kleine Schicht den Großteil der Menschheit ausbeutet und unterdrückt. Daraus kann man sich nicht individuell befreien. Umso wichtiger, dass sich die kämpferische Frauenbewegung positioniert für eine befreite Gesellschaft, in der nicht der Profit im Mittelpunkt steht, sondern die Bedürfnisse der Menschheit im Einklang mit der Natur. Und dass sie sich dabei zusammenschließt mit kämpferischen Männern - im Betrieb und zuhause!

Befreiung der Frau im Sozialismus als weitestgehende Perspektive

Die MLPD repräsentiert mit der Befreiung der Frau im Sozialismus die weitestgehende Perspektive. Genau diese Diskussion gehört auf den 8. März. Revolutionen sind auch Lokomotiven im Kampf für Frauenrechte und für die Befreiung der Frau: die deutsche Novemberrevolution 1918 erkämpfte den Achtstundentag und das Frauenwahlrecht. Die Oktoberrevolution in Russland 1917 leitete eine gesellschaftliche Umwälzung für die Befreiung der Frau ein. Das werden wir selbstbewusst einbringen noch viel mehr Frauen davon überzeugen, selbst Revolutionärin zu werden.

 

Stärker wird die kämpferische Frauenbewegung, wenn sie sich stark organisiert! Ich möchte jede Frau und jedes Mädchen aufrufen, sich dazu ein Herz zu fassen! In diesem Sinne: Alles Gute, viel Frauenpower, viele neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, eine entfaltete Auseinandersetzung und tolle Aktionen zum Internationalen Frauentag!