Köln

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"Kein Verzicht! Tarifergebnis muss 1:1 umgesetzt werden"

Die Kollegenzeitung "Scheinwerfer" hat Folgendes zu einer provokativen Ankündigung von Ford in Köln veröffentlicht:

Von Kollegenzeitung "Scheinwerfer"

Rund 1,5 Millionen Metaller beteiligten sich an Warnstreikaktionen, 500.000 an 24-Stunden-Warnstreiks. 17.000 waren allein bei Ford in Köln dabei ... Ohne die volle gewerkschaftliche Kampfkraft einzusetzen, ließ sich die IG-Metall-Führung aber auf einen faulen Kompromiss ein. 4,3 Prozent mehr Lohn für 24 Monate sind umgerechnet auf ein Jahr gerade mal 1,9 Prozent dauerhaft wirksame Erhöhung ...

 

Doch nicht genug damit. Ford will noch nicht mal das gewähren! Man könne nur 2 Prozent bezahlen und müsse den Rest auf übertarifliche Bestandteile anrechnen. Angeblich hat die Geschäftsleitung nicht mehr Geld eingeplant. Ist das unser Problem? Für die Kosten des Chaos beim Fiesta-Launch hatte Ford ja auch Geld. "Ford ist eine reiche Company", wie Gunnar Herrmann1 sagte. Die Aktionäre wollen noch reicher werden, deshalb soll die Umsatzrendite auf unsere Kosten auf 5 bis 6 Prozent gesteigert werden.

 

Selten hat sich ein großer Konzern wie Ford eine solche Provokation erlaubt. Wenn das Schule macht, können wir uns Tarifverträge auch sparen ... Für uns ist das ein Tarifvertragsbruch, mit dem Ford auf keinen Fall durchkommen darf! Wir müssen uns das Recht nehmen, für die 1:1-Umsetzung zu kämpfen  ... Wenn Ford den Tarifvertrag nicht 1:1 umsetzen will, kann es nur eine Antwort geben: Streik, bis die volle Auszahlung der Tariferhöhung für alle Ford-Beschäftigten zugesichert ist! ...