Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse

Grundlegendes Interesse am Marxismus-Leninismus

Die Standbesatzung des Verlag Neuer Weg zeigte sich im Gespräch mit Rote Fahne News sehr angetan vom ersten Tag auf der Leipziger Buchmesse.

Von gis
Grundlegendes Interesse am Marxismus-Leninismus
Renate Voß las vor rund 25 Besuchern aus der VNW-Neuerscheinung "Meine Fahrten nach Klaushagen" (rf-foto)

„Besonders aufgefallen ist mir“, so Elvira Dürr, dass Leute bewusst zu uns kommen mit grundlegendem Interesse am Marxismus-Leninismus. "Sie wenden sich dagegen, dass in unserer Gesellschaft der Marxismus-Leninismus verteufelt wird. Das liefe darauf hinaus, so ein Ehepaar gerade am Stand, dass es nur die Weltanschaung des Kapitalismus gäbe, damit finden sie sich nicht ab.“

 

"Wir brauchen Marx für heute, für den Kampf um den echten Sozialismus“, so Verlagsleiter Carsten Zimmer. Schon am ersten Messetag wechselten etliche Bücher aus der Reihe Revolutionärer Weg ihre Besitzer. „Wichtig ist auch, dass es eine bessere Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen verschiedenen linken Verlagen gibt.“

Renate Voß las aus "Meine Fahrten nach Klaushagen"

Ein weiterer Höhepunkt am ersten Messetag war die Lesung aus der VNW-Neuerscheinung „Meine Fahrten nach Klaushagen“ durch die Autorin Renate Voß. Sie arbeitete in der DDR als Stahlschiffbauerin, zog vier Kinder groß und setzte sich für den Sozialismus ein.

 

Als sie erkennen musste, dass die Sache des Sozialismus verraten worden war, schon 1956, brach eine Welt für sie zusammen. Aber streitbar, lernbegierig und politisch verantwortungsbewusst resignierte sie nicht, setzte sich mit der Wirklichkeit auseinander und engagierte sich neu - wie, das steht in dem spannenden und gleichzeitig sehr persönlichen Buch.

Protest gegen faschistischen Verlag "Compact"

Am Ende der Lesung rief Elvira Dürr zum Protest gegen den faschistischen Stand von „Compact“ auf der Messe auf.