Gerichtsprozess

Leiharbeiterin kämpft um Weiterbeschäftigung bei VW

Vor kurzem fand der Kammertermin einer Leiharbeiterin statt, die für ihre Weiterbeschäftigung bei VW klagt.

Von VW-Komitee Hannover

Die Kollegin hatte 36 Monaten in einem befristeten Arbeitsverhältnis gearbeitet (siehe Rote Fahne News). In dem Prozess wurde deutlich, dass VW auf gar keinen Fall bereit ist, eine gütliche Regelung zu akzeptieren, geschweigedenn die Leiharbeiterin weiter zu beschäftigen. Der Vertreter von VW vor Gericht wörtlich: „Wenn wir nachgeben, machen wir ein Fass auf.“

Umgang mit Leiharbeitern bei VW stößt auf immer größeren Widerstand

Genau darum geht es. Denn der Umgang mit den Leiharbeitern, gerade auch bei VW, stößt auf immer größeren Widerstand. Das zeigten auch die Protestaktionen bei VW in Hannover und Wolfsburg im Dezember 2017.

 

VW hat die Leiharbeiterin 36 Monate beschäftigt. Das ist nur möglich, weil der Tarifvertrag zwischen VW und der IG Metall eine Befristung von 36 Monaten vorsieht. Danach soll der/die Beschäftigte regelmäßig unbefristet beim Konzern übernommen werden. Das wird den vier Leiharbeiterinnen in Hannover verweigert. Vor Gericht wurde diskutiert, ob regelmäßig bedeutet, dass alle übernommen werden oder ob es Ausnahmen geben darf.

VW-Komitee demonstrierte Solidarität

Vom VW-Komitee hatten wir vor der Verhandlung das Transparent der Leiharbeiterinnen hochgehalten und die Solidarität mit den Betroffenen demonstriert. Wir werden auch weiterhin den Protest gegen die Machenschaften des VW-Konzerns organisieren, den Leiharbeiterinnen den Rücken stärken und Spenden für die Prozesskosten sammeln. Auch wenn dieser Prozess verloren wird (das Urteil ist noch nicht bekannt) - eine Leiharbeiterin wird auf jeden Fall in Berufung gehen.