Efrîn-Solidarität

Eine „Efrîn-Woche“ für Emmerich

Rund 100 Menschen versammelten sich auf dem Platz „Großer Löwe“ am Newroz-Tag in der deutsch-holländischen Grenzstadt Emmerich.

Korrespondenz aus Duisburg

Auf dem Zug durch die Fußgängerzone bis zum Rathaus vergrößerte sich dann die Teilnehmerzahl auf gut 130. Mit dem Kobanê-Lied wurde die Abschlusskundgebung eröffnet. Ein Redner der MLPD, ein kurdischer Vertreter, der als verfolgtes Mitglied der HDP politisches Asyl in Deutschland hat, und ein türkischer Sprecher der Organisation Devrimci Halkan Birligi sprachen zu den Versammelten von der Rathaustreppe aus. Immer wieder unterbrochen durch Sprechchöre auf kurdisch, deutsch und türkisch.

Wir trauern, wir protestieren und wir feiern

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Newroz-Fests in Emmerich

Der Abend stand unter dem Motto, „Wir trauern, wir protestieren und wir feiern“. Wir verneigen uns vor den Opfern der Zivilbevölkerung und der Kämpfer von YPG und YPJ, die die Stadt mit Mut und großer Umsicht verteidigt und die Bevölkerung vor einem Massaker geschützt haben. Der Protest richtete sich natürlich gegen den faschistischen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, aber auch gegen seine Helfershelfer in den Regierungen der imperialistischen Mächte. Die deutsche Regierung ist Kriegspartei gegen den kurdischen Freiheitskampf.

 

Verurteilt wurde, dass Deutschland seit dem PKK-Verbot vor über 20 Jahren sich erdreistet, darüber bestimmen zu wollen wer das kurdische Volk vertreten dürfe. Das ist allein Sache der kurdischen Befreiungsbewegung. Man habe sich zwar heute dem unerhörten Verbot des Zeigens kurdischer Freiheitssymbole gebeugt, aber es wird niemals akzeptiert.