GHH Rand

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Nach dem „Marsch der Solidarität“ - Belegschaft will nachlegen

Sichtlich stolz waren die GHH Rand–Kolleginnen und -Kollegen auf ihre Demonstration gegen die geplante Schließung des Werkes am 15. März.

Korrespondenz aus Oberhausen
Nach dem „Marsch der Solidarität“ - Belegschaft will nachlegen
250 Kolleginnen und Kollegen trotzten der Kälte und demonstrierten stolz durch Oberhausen (rf-foto)

Immerhin waren trotz des eiskalten Windes ca. 250 Menschen gekommen, darunter ungefähr 30 Kollegen von MAN Turbo & Diesel und viele Familienangehörige, Freunde und Bekannte. Deutlich wurde: In der Belegschaft findet eine intensive Auseinandersetzung darüber statt, wie der Kampf weiter geführt werden muss. „Streik natürlich, deswegen sind wir ja heute hergekommen“, so ein jüngerer Kollege und eine Gruppe Umstehender stimmte ihm zu. Wie man jedoch dahin kommt, das ist noch wenig klar und beschäftigt viele.

Interessante Diskussion mit Genossen der MLPD

Interessante Diskussionen gab es mit Genossen der MLPD, die das Rote Fahne Magazin und die MLPD-Broschüre zu den neuimperialistischen Ländern anboten und für die Unterstützung des Internationalistischen Bündnisses warben: Heutzutage müssen die Belegschaften standort– und länderübergreifend kämpfen, wenn sie Aussicht auf Erfolg haben wollen. Sichere Arbeitsplätze jedoch wird es erst im Sozialismus geben, wenn die Macht des internationalen Finanzkapitals gebrochen ist.

Gegenpol zum Sozialchauvinismus der rechten IG-Metall-Spitze

Solche Gespräche lieferten den Gegenpol zur sozialchauvinistischen Politik der rechten Betriebsrats- und IG-Metall-Spitze - die vor allem und einseitig den eigenen Standort und die Konzerninteressen hervorhebt. Das zieht noch bei einer Minderheit, aber die meisten waren sich einig, dass der heutige Aktionstag nur ein Anfang gewesen sein kann. Jetzt kommt alles darauf an, die Zahl der streikbereiten Kollegen zu vergrößern und zusammenzuschließen.