Bochum

"Newroz, das heißt für uns auch immer Widerstand"

Ronahi e.V, MLPD Bochum, REBELL Bochum, YXK Bochum, Solidarität International, kurdisches Bildungszentrum und Internationalistisches Bündnis hatten am gestrigen Mittwoch zur Protestaktion im Rahmen des weltweiten internationalistischen Aktionstags "Efrîn wird leben!" auf dem Husemannplatz aufgerufen.

Korrespondenz

Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen, immer wieder hörten Passanten zu. Gleich zu Beginn wurde unter Beifall berichtet, dass im Rahmen des welweiten ICOR-Aktionstages nicht nur in Bochum, sondern auch in vielen andern Ländern der Erde und in über 50 Städten in Deutschland der Protest auf die Straße getragen wird.

 

Mit einer Schweigeminute gedachten wir der getöteten und verwundeten Zivilisten und der gefallenen kurdischen Befreiungskämpfer und Befreiungskämpferinnen. Die deutsche Bundesregierung wurde angeklagt für ihre Kumpanei mit dem faschistischen Erdogan-Regime und ihre Repression gegen die kurdische Bewegung, ihre Flaggen und Symbole.

 

Die kurdischen Freunde betonten: "Newroz, das heißt für uns auch immer Widerstand". Amin Rabieh von der Partei Die Linke forderte einen sofortigen Stopp der Waffenlieferungen an die Türkei. Der Redner der MLPD stellte heraus, dass für uns der ICOR-Aktionstag Teil des Solidaritätspaktes zwischen ICOR und dem kurdischen Befreiungskampf ist. Wir müssen eine überlegene Kraft gegen den Weltimperialismus werden und uns dazu dauerhaft zusammenschließen. Damit der antiimperialistische Kampf erfolgreich sein kann, braucht er eine Perspektive, die nach unserer Überzeugung in den vereinigten sozialistischen Staaten der Welt liegt.

Nach der gemeinsamen Kundgebung besuchten viele Teilnehmer die Newrozfeier, die YXK, der kurdische Studentenverband, in Bochum organisiert hatte. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung mit rund 700 Teilnehmern wurde eine Live-Schaltung zu einem Verteidiger von Efrîn direkt vor Ort. MLPD und REBELL trugen mit einem Grußwort und dem Lied "Kobanê, Kobanê" zur Veranstaltung bei. Der Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit war ein starkes Gefühl, das uns alle geeint hat.